Rezension: Seltene #Nutztiere der #Alpen- 7000 Jahre Kulturlandschaft- #Günter_Jaritz- #Verlag_ Anton_Pustet

Dieser Bildband von Günter Jaritz befasst sich mit seltenen Nutztieren der Alpen und beginnt nach einem Vorwort des Autors mit einem Beitrag über die Entstehung, den Wandel und die Gefährdung der alpinen Kulturlandschaft.

Vor etwa 7000 Jahren besiedelten neolithische Bauern den Südrand der Alpen. Durch die Weidenutzung entwickelte sich über Jahrtausende hinweg die heutige alpine Kulturlandschaft. Nutztiere prägen also seit über 7000 Jahren das Landschaftsbild und nach dem 6. Jahrhundert n. Chr. nahm dann der Ackerbau und die Viehwirtschaft an der Alpensüdseite zu. 

Auf der Nordseite sind die Almendweiden eine landschaftsprägende Nutzungsform halboffener Kulturlandschaften. 

Ausführlich wird man über die Entwicklung der alpinen Nutztiere von ihren Anfängen her unterrichtet und wird in der Folge umfassend über Nutztiere im österreichischen, bayrischen, slowenischen, italienischen, Schweizer und französischen Alpenraum aufgeklärt. 

Dieses reich illustrierte Standardwerk wird alle Tierfreunde und Tierzüchter begeistern. Züchterporträts, Gefährdungseinstufung der Rassen, umfassendes Kartenwerk, Steckbriefe und Verbreitungsgebiete, die Zuchtgeschichte von den Anfängen bis heute und die Historie der alpinen Nutztierrassen machen selbst Menschen, die sich zuvor noch nicht mit dem Thema befasst haben, neugierig und zeigen wie wenig man eigentlich über die Tierwelt tatsächlich unterrichtet ist und weshalb Tierschutz oberstes Gebot sein muss.. 

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  zum Verlag und können das Buch bestellen.http://www.pustet.at/Seltene-Nutztiere-der-Alpen_33_p334.html. Sie können es aber auch direkt bei Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Bildband Affen: Die Welt der #Affen und -#Primaten, vom #Kapuzineraffen bis zum #Berggorilla, mit Aufnahmen des Tierfotografen #Thomas_Marent und einem Vorwort von #Jane_Goodall (Gebundene Ausgabe)

Dieser beeindruckende Bildband mit wundervollen Tierbildern von Thomas Marent und Texten von Fritz Jantschke befasst sich mit Affen. Das Geleitwort hat Dirk Steffens verfasst und das Vorwort stammt von Jane Goodall, deren Werk "Mein Leben für Tiere und Natur" ich vor einigen Jahren gelesen und rezensiert habe.

Das vorliegende Buch ist in die Rubriken:
Halbaffen
Neuweltaffen
Altweltaffen
Menschenaffen
untergliedert.

Es zeigt und erläutert sowohl die Vielfalt als auch die Schönheit dieser Tiere und soll die Wertschätzung für "den wilden Teil unserer Familie" erhöhen. Vorgestellt werden 100 Arten von den derzeit 480 Affenarten auf unserer Erde.

Fritz Jatschke hat das Vorwort verfasst und erklärt kurz, was es in den einzelnen Rubriken zu sehen gibt und was man unter den vier Gruppen zu verstehen hat. Neben breitangelegten Textteilen wird man immer wieder mit Fotos konfrontiert, die alle erläutert werden, sodass man nach der Lektüre des Buches einen wirklich guten Überblick hat.

Die Halbaffen leben in Asien, Afrika und Madagaskar. Es handelt sich bei ihnen um Einzelgänger, die maximal paarweise oder in kleinen Gruppen leben. Diese Lemuren zeigen ihre Vielfalt in Madagaskar wohl am überzeugendsten. Irgendwo inmitten der Lemuren-Aufnahmen lese ich den Satz Charles Darwins "Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück" und schaue mir den Gesichtsausdruck der Tiere genauer an. Ja, es stimmt, man sieht die Gefühle der Tiere ganz deutlich. Man erfährt wie die Lemuren auf die Insel Madagaskar kamen, liest über deren Aktivitäten und ist begeistert von den schönen Tieren, die nicht einfach zu fotografieren sind, wie Thomas Marent überzeugend erläutert. Man liest über die Namensgebung der Affenarten seitens der Zoologen, auch welche Nahrung sie zu sich nehmen. Dann lernt man die Neuweltaffen kennen, die in Mittel- und Südamerika zuhause sind. Diese Primatengruppe hat die Wälder nicht verlassen. Es ist insofern mühsam sie zu finden und im Regenwald und im Amazonasgebiet zu finden, wo sie vorwiegend leben.

150 Arten von Neuweltaffen gibt es, farbig sind sie eher selten. Der rote Brüllaffe ist es aber. Ein selbstbewusstes Tier, das in Süd-Brasilien lebt. Weshalb es brüllt erfährt man ebenso wie Wissenswertes zu Fortpflanzung höherer Primaten und findet beim Betrachten der vielen Bilder ein zauberhaftes Zwergseidenäffchen, das nur 140 Gramm wiegt. Man hat Gelegenheit in die Innenflächen der Affenhände zu blicken, die ausschauen wie Menschenhände, auch bei Altweltaffen, die man dann kennenlernt. Diese leben in Asien, Afrika und Europa. Hier liest man über Farben diverser Tiere im Gesicht, die an Schminke erinnern, lernt Verhaltensmuster kennen und erfährt, dass keineswegs alle Affen auf Bäumen hocken. Dass es sogenannte Schneeaffen gibt, wusste ich bislang nicht. Sie leben in Japan. Darüber hinaus lernt man eine Reihe anderer wunderschöner Affen kennen. Viele Gesichter zeigen einen Ausdruck, der uns Menschen nachdenklich werden lassen sollte.

Von heiligen und unheiligen Affen liest man und staunt über eine männliche Affenschönheit, die in Kambodscha lebt und sich ihres Aussehens durchaus bewusst ist. Menschenaffen schließlich leben in Afrika und Südasien. Es handelt sich um unsere nächsten Verwandten. Erst vor 8 Millionen Jahren trennten sich die Wege der Schimpansen und der Menschen. Man liest alles Wissenswerte über die Verhaltensmuster der Menschenaffen, liest von der Treue der Gibbons, von der Geselligkeit der meisten Primaten und der Haremsstruktur diverser Arten. Über die Aggression der Menschenaffen erfährt man auch viel Erhellendes, aber auch wie bedroht diese tatsächlich sind. Dass sie nicht dumm sind, wird ebenso deutlich gemacht und an Beispielen gezeigt.

Im Anhang schließlich werden alle Primaten der Welt aufgelistet und kurz skizziert.

Ein wunderschönes und dabei sehr lehrreiches Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt und sich dabei wünscht, dass so mancher Mensch mehr vom Gorilla hätte, denn "Gorillas sind von Natur aus friedlich. Sie wirken stoisch, zurückhaltend, introvertiert. Ihr ganzes Gefühlsleben spiegelt sich in ihren sanften, dunkelbraunen Augen wider", so die Worte George Schallers, die man auf Seite 172 lesen kann.

Empfehlenswert.

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Rezension: Evolution- Tim Flach

"Doch der Mensch kann immer noch nicht selbst fliegen"

Der grandiose Bildband "Evolution" zeigt Werke des britischen Fotografen Tim Flach. Zu Beginn des Buches schreibt der stern-Artdirector Johann Erler erläuternd, dass es zwei Möglichkeiten gäbe, Tiere abzulichten und zudem zwei Arten von Tierfotografen unterwegs seien, die Tierwelt bildlich festzuhalten. Wie diese zu erkennen sind, lässt Erler den Leser wissen und auch, dass Tim Flachs Bilder den Respekt vor der Schöpfung dokumentieren.

Jochen Siemens schreibt in seinen Schlussbetrachtungen, dass Flachs Bild-Botschaft jene sei, dass der Bauplan der Natur objektiv ein anderer sei als der, den wir Menschen daraus machen und erklärt dies dann auch näher. Folgt man dem Wunsch Flachs, so soll man seine Fotos als Weg begreifen, unsere Haltung und Verantwortung gegenüber der Natur zu thematisieren.

Der Fotograf will nicht nur als Naturschützer und Biozentrist verstanden werden. Sein Werk ist Dokumentation der Evolution. Dabei hat Flach die meisten Tiere in Zoos und artgerechten Tiergehegen, doch auch einige in seinem Studio in London fotografiert. Seine Technik besteht darin, das Umfeld abzudunkeln. Seine Tierbücher sind eine Fortsetzung der Naturgeschichte in der Tradition von Aristoteles aber auch von Brehm.

Flach wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Wenn man die Bilder gesehen hat, weiß man auch weshalb.

Tiere des Wassers, der Erde, der Luft, Tiere mit Charakter, auch solche des Gefühls werden dem Betrachter nahegebracht. Am Ende sieht man ein Kind, das dem Betrachter den nackten Rücken zeigt. Das Kind wirkt beschämt. Das Kind sind wir, sofern wir zur Scham fähig sind, aufgrund dessen, was wir den Tieren in all den Jahrhunderten zugemutet und auch angetan haben.

Ob nun eine auf einer Doppelseite abgelichtete Grasnatter oder aber der scharfsinnige Schafshirtenhund, genannt "ungarischer Puli" oder auch die liebesbedürftigen Bonobo, jedes Tier zeigt, das wir auf dieser Erde Lebewesen unter Lebewesen sind und nicht die Krone der Schöpfung.

Empfehlenswert.

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Rezension:Ozeane - Die Weltmeere, das faszinierende Ökosystem, in einem fulminanten Bildband. Mit einem Vorwort von Ranga Yogeshwar: Expedition in unerforschte Tiefen (Gebundene Ausgabe)

Ein gesteigertes Interesse für die Tierwelt unter Wasser habe ich durch eine meiner Cousinen entwickelt, die als Hobby- Taucherin seit Jahren wunderbare Aufnahmen realisiert. Einige davon habe ich auf meiner Website im Bereich "Tierbücher" eingebunden.

Das vorliegende Buch Ozeane-Expedition in unerforschten Tiefen hat der Meeresbiologe Solvin Zankl und der Redakteur Lars Abromeit auf den Weg gebracht.

Der Prolog des prächtigen Bildbandes beginnt mit dem Satz: "Alles Leben entstammt dem Meer". Vor etwa 350 000 Millionen Jahren haben sich Tiere erstmals an Land gewagt. Auch wir Menschen bestehen gut aus zwei Dritteln salzigem Wasser und unser Blut enthält in verdünnter Form die gleichen Mineralien wie die Brandung des Ozeans. Wie man dem Prolog entnehmen kann, wurde das Kollagen in unserem Bindegewebe vor Jahrmillionen von Quallen entwickelt und liest man weiter wird immer klarer, dass die Ozeane es waren, die unsere Geschichte bestimmt haben.

Das Buch ist in fünf große Abschnitte untergliedert, denen ein Vorwort, ein Prolog und eine Lebenszonen-Karte vorangestellt sind. Bei den Abschnitten handelt es sich um:

Tropische Meere-Vom Wert der Vielfalt
Subtropische Meere- Das Schicksal der großen Schwärme
Kühle Meere- Die Uneinschätzbaren
Polarmeere-Leben am weißen Rand
Die Tiefsee-Der Kosmos des Ungewissen

 Diese Bilderwelt, die den Leser erwartet, gleicht einem Blick in ein unirdisches Paradies. Zu Beginn eines jeden Abschnitts kann man allgemein Wissenswertes über die einzelnen fokussierten Meere erfahren. Dann folgt stets eine Vielzahl von Bildern von großartiger Farbenpracht. Die Fotos werden allesamt gut beschrieben, auch gibt es Zusatzinfos zu bestimmten Unterwassertieren, so etwa zum Thema Tarnungen oder auch zu Wassergestalten. Dabei ist der Buckel-Knirps (Größe 15 mm) die witzigste Gestalt. Beschrieben wird er wie folgt: "Von rosafarbenen Warzen eines Gorgonienfächers maskiert, sind die Zwergseepferdchen des Archipels Raja Ampat schwer zu erkennen: Oft sind sie kleiner als ein menschlicher Daumennagel." (S.54).

Über Meeresschildkröten wird man aufgeklärt, auch über den Wahnsinn der Thunfischmast und über Tintenfische wie auch Krebse. Von ihnen gibt es allein mehr als 42000 Arten. Sie sind in allen Meeresregionen zu Hause.

Wer Farbe und Schönheit sucht, findet sie in diesem Buch immer wieder, so etwa an den Felsen in der Gezeitenzone der neuseeländischen Felsenküste. Sie wird überwuchert von tiefroten "Waratah-Anemonen", Seepocken und Krustenalgen. Ein Garten Eden. Ganz zauberhaft.

Wer noch nicht weiß, was Plankton ist, erfährt es im Buch und lernt zudem Kaltwasserriffe, die Paläste der Tiefe, kennen. Auch das Leben am Nordpol zeigt sich vielfältig: Vögel aller Art, vor allem Pinguine und im Meer Haie, Wale und See-Elefanten. Schließlich die Tiefsee mit Tieren, die ausschauen als seinen sie aus buntem Glas. Es sollen im Ozean noch etwa zehn Millionen unbekannter Tiere leben, dabei ist die größte Vielfalt in der Tiefsee zu finden. Wie es im Epilog nicht grundlos hervorgehoben, wird sind die Ozeane unser Lebenserhaltungssystem. Wir haben keinen Ersatz. Wir sind größenwahnsinnig, wenn wir diese Gewässer nicht pflegen. Wir können Naturschutzorganisationen dabei unterstützen, dass sie für uns die Interessen der Ozeane vertreten und selbst können wir helfen, die Strände nicht zu vermüllen. Es liegt in unserer Hand die Meere zu retten und mit ihnen uns selbst.

Sehr empfehlenswert.

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Peter J. König: Raphel Macek . Die Schönheit der Pferde eine fotografische Studie- Te Neues

Der Fotograf Raphael Macek gilt in der Szene der Pferdeporträtisten als der herausragende Liebhaber dieser edlen Geschöpfe, da er wie kaum ein Zweiter ein Auge für die Schönheit dieser Tiere besitzt. Hinzu kommt sein enormes Einfühlungsvermögen, er hat die Sensibilität zu spüren, was Pferde bewegt, in welchem Gemütszustand sie sich befinden, welcher Temperamentsausbruch unmittelbar bevorsteht oder welches Unwohlsein sie daran hindert ihrer naturgegebenen Wesensart nach zu gehen.

Sein Vater ein leidenschaftlicher brasilianischer Pferdezüchter und Tierarzt hat ihn von Kindes-Beinen an mit diesen wundervollen Geschöpfen vertraut gemacht und ihm die Liebe zu ihnen vermittelt. Zusätzlich gesegnet mit dem notwendigen künstlerischen Gen, hat er schon sehr frühzeitig sein Hobby, das Fotografieren von edlen Pferden zu seinem Beruf gemacht, nicht ohne parallel dazu ein Kunststudium in New York absolviert zu haben.

Die in diesem Kunstband aus dem teNeues-Verlag vorgestellten Fotografien zeigen eine Vielzahl von herrlichen Pferden, so wie sie in Brasilien aber auch in den Vereinigten Emiraten auf höchstem Niveau gezüchtet und unter den besten Bedingungen gehalten werden. Dass es sich dabei um einmalige Geschöpfe handelt, die sich auch noch in ihrem Umfeld besonders wohl fühlen, kann man bestens auf den Darstellungen sehen. Raphael Macek hat die Tiere genau beobachtet.

Seine besondere Kunst besteht darin, diese visuellen Momente des Augenblicks mit der umgebenden Natur und dem ganz besonderen Licht zu verbinden, sodass eine zutiefst beeindruckende Bildsprache entsteht. Alles was die Herrlichkeit dieser vierbeinigen Geschöpfe ausmacht, kommt unmittelbar zum Ausdruck. Kraft, Eleganz, Ausstrahlung und Erhabenheit sind die Botschaften, die dem Betrachter vermittelt werden. Nicht vergessen werden darf natürlich die Schönheit, die jedes einzelne Tier ausstrahlt. Dies sind wahrlich Geschöpfe Gottes und Macek ist in der Lage genau dieses fotografisch fest zu halten. Bei einer solchen Perfektion ist es auch nicht mehr notwendig textliches anzumerken, alles spricht für sich selbst.

Es sind zusätzlich die Detailstudien der majestätischen Tiere, die sofort die Bewunderung und Zuneigung eines jeden Ästheten hervorrufen. Wenn man die unbändige Lebensfreude junger Fohlen sieht, die gemeinsam umhertollen, die Aufmerksamkeit der wachen Gesichter mit dem leichten Spiel der aufgerichteten Ohren, die aufgeblähten Nüstern voll Energie und Sensibilität, dann versteht man warum der Mensch seit jeher schon ein ganz besonderes Verhältnis zu der Spezies Pferd entwickelt hat. Seit Jahrtausenden zählt die sprichwörtliche Treue als eine der herausragenden Eigenschaften, die das selbstbewusste Tier der Gattung „homo sapiens“ entgegen gebracht hat. Auch davon sprechen die Aufnahmen in diesem grandiosen Bildband.

Es gäbe noch viel zu bestaunen und zu erzählen aus dem Kunstwerk des Raphael Macek „Die Schönheit der Pferde“, erschienen bei teNeues, aber um es auf den Punkt zu bringen: Der Bildband ist zutiefst beeindruckend und auch von einer anziehenden Magie, dass beim Betrachten der Fotografien nicht nur dem besonderen Pferdeliebhaber das Herz weit aufgeht, nein jedem dem an Gottes Schöpfung etwas liegt, spürt die Erhabenheit, die von diesen Tieren ausgeht, eingefangen durch die Fähigkeiten eines fotografierenden Künstlers.

Das Buch beginnt mit einem einleitenden Vorwort, mit der Vorstellung von Raphael Macek, entsprechend seiner Internationalität in verschiedenen Sprachen. Danach folgt die Fülle von Aufnahmen, die im anschließenden Annex alle in verkleinerter Form erklärt werden, bezüglich der Rasse der Pferde und wo die Fotografien entstanden sind. Den Abschluss bildet die Danksagung, an die Eltern, die Freunde, die vielen Helfer rund um den Globus, den Verlag und seinen Mitarbeitern, aber besonders Hendrik TeNeues, dem Inhaber und Verleger, der dieses einmalige Werk ermöglicht hat und über alle Maßen natürlich den Pferden, denen seine ganze Liebe gilt.

 Sehr empfehlenswert

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Rezension: Vom Glück, ein Huhn zu sein. Alles über Henne und Hahn, Hühnerrassen, Küken und das geliebte Federvieh in einem Bildband von Anny Duperey. Eine Liebeserklärung an das Huhn in außergewöhnlichen Bildern (Gebundene Ausgabe)

Diesen ungewöhnlichen Bildband werde ich am Sonntag meinem 90 jährigen Onkel schenken. Bevor er in Pension ging, war er Betriebsleiter eines britischen Chemiewerkes und ist seither vielbelesener Ökobauer mit Kleintierzucht, (keine Story, sondern Tatsache). Das Buch wird ihn begeistern. Das ist mir jetzt schon klar.

Von meinem Onkel weiß ich, dass es Kleintierzüchtervereine gibt. Dort stellen die Züchter ihre äußerst gepflegten Tiere aus und erhalten auch Preise dafür, wenn diese Tiere sehr prachtvoll aussehen.

Im vorliegenden Buch werden solche Hühner und Hähne vorgestellt. Die Rede ist u.a. von Rasse- und Luxushühnern.

Verfasserin des ungewöhnlichen Werkes ist die französische Schauspielerin Anny Duperey, die vielen hübschen Fotos hat Franck Schmitt realisiert.

Zunächst berichtet Duperey über das Ei und dessen Färbung. Hier auch erfährt man, dass die Küken nach 21 Tagen Brutdauer schlüpfen, liest und sieht wo Hühner am liebsten brüten, um anschließend mehr über das Verhalten der Henne ihren Küken gegenüber zu erfahren. Die Bilder, die die informativen Texte begleiten, sind wirklich zauberhaft und ich beginne zu begreife, weshalb mein Onkel mit so viel Liebe sich seiner Tiere stets angenommen hat.

Vorgestellt werden auch Hähne, die Könige auf dem Hühnerhof und man kann auch Kampfhähne bei ihrem Tun beobachten. Erwähnt und gezeigt wird der typisch gallische Hahn und es wird darauf hingewiesen, dass die Mehrheit der Hähne friedfertig und sympathisch ist. Berichtet wird alsdann vom Leben eines Huhns und man hat die Chance, dessen Leben auf Bildern vielfältig nachzuvollziehen. Seite für Seite schenkt das Buch Freude und zaubert immer wieder ein Lächeln auf die Lippen.

Der Hühnerhof kommt zur Sprache und es werden wunderschöne Edelhühner gezeigt. Ein tolles Foto von der Herzogin von Devonshire im Abendkleid, die ihre Hühner mit einem silbernen Löffel füttert, amüsiert mich ganz besonders.

Fasziniert bin ich von der Präsentation der Rassehühner mit ihrem prachtvollen Gefieder. Sehr edel erscheint das Zwergseidenhuhn, aber auch das Paduanerhuhn. Solche Hühner sind selbstverständlich nicht für die Suppe gedacht, sondern für ein langes Leben.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Deutschlands wilde Wälder: Eine Liebeserklärung (Gebundene Ausgabe)

Dieser wunderbare Bildband mit beeindruckenden Fotos von Norbert Rosing und Texten von Monika Rößiger ist bei National Geographic erschienen, dem Gütesiegel für hervorragende Fotos, wie dieses Buch mal wieder beweist.

Gleich zu Beginn darf man auf einer Doppelseite einen alten Laubbaum im herbstlichen Kleid bewundern, bei dem mir spontan der Begriff "Irminsul" einfällt. Wir erinnern uns der Altsachsen, die auf diesem riesigen Baum einst lebten und sich Met-trinkend urgermanisch wohlfühlten.

Nach dem Vorwort von Oliver Salge, dem Leiter der Waldkampagne bei Greenpeace e. V., Deutschland hat man Gelegenheit mit Monika Rößiger einen Tag im Wald zu verbringen. Einen ganzen Tag im Wald habe ich mich noch nie aufgehalten. Den Sonntagsspaziergängen im Odenwald während meiner Kindheit, folgten Zeiten, in denen der Wald mir immer fremder wurde. Der Begriff deutscher Wald erfasste mich früh schon mit Entsetzen, ähnlich wie der Begriff deutscher Salat oder deutsche Erdbeeren. All diese Begriffe assoziierte ich mit mit Besserwisserei und Oberlehrertum. Früh schon begann ich die Pinien, den Rucola, die Zitronen und all das, was nicht Deutsch war, zu lieben, bis das Waldsterben begann und von Deutschlands wilden Wäldern plötzlich gesprochen wurde, die man lieben konnte, weil dort auf den Ästen zwar nicht mehr die Sachsen, aber die Eichhörnchen und andere Tiere ein vergnügtes Leben führen können, ohne vom rotbestrumpften, deutschen Wandersvolk aufgrund von laut geträllertem deutschen Liedgut entnervt zu werden. Wohl dem Wald ohne beschriftete Wanderwege für den deutschen Michel.

 All die wundervollen Aufnahmen im Buch, stets kurz erläutert, lassen mich sogar die Eichen lieben, die Kennzeichen der Landschaften Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns sind. Man erhält einen Eindruck von Stieleichen, die sofern sie sagenumwoben, zumeist zwischen 600 und 800 Jahre alt sind. Europaweit befindet sich die größte Ansammlung "1000 jähriger" Eichen im Ivenacker Tiergarten.

Sehr schön ist der Beitrag über die Linde von Heede, die als die größte Linde Europas gilt. Linden galten nicht selten als Symbole des Friedens. Das macht mir diesen Baum noch sympathischer. Dass die Fürstbischöfe von Münster unter der Linde von Heede Bankette abgehalten haben, verstehe ich gut und das Kinder die Königin des Weltalls in ihren Zweigen wahrnahmen, zeugt davon, welch eine die Fantasie anregende Kraft von einem alten Baum auszugehen vermag.

Zwischen den Bildern und Bildbeschreibungen liest man immer wieder Auszüge aus Gedichten namhafter Dichter, die sich in den Versen mit dem Wald befassen und kann sich später anhand einer kleinen Baumkunde im Hinblick auf typisch deutsche Waldbäume kundig machen. Ich mag die Linden, die Birken und Erlen am liebsten, wohingegen Tannen und Fichten nicht zu meinen Lieblingsbäumen zählen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig.

Begeistert von den Bildern, beispielsweise eines Luchses im Wildpark Neuhaus, lese ich später einen mehrseitigen, sehr informativen Beitrag über das Weltnaturerbe Buchenwälder. Das Aussehen der Buchenwälder variiert im Rhythmus der Jahreszeiten. Wie das konkret ausschaut, erfährt man in besagtem Text und kann sich dies sehr gut vorstellen. 7000 Tiere leben in einem Buchenwald, darunter viele Schmetterlinge. Man erfährt von den fünf Gebieten in Deutschland, wo es noch naturnahe Buchenwälder gibt. Es sind die Paradiese der bunten Schmetterlinge, den Sinnbildern jener Freiheit, die in Deutschland niemals so sehr geliebt wurde, wie in Frankreich. Das hängt hauptsächlich mit den deutschen Oberlehrern, den eigentlichen Feínden der Freiheit, zusammen.

Wunderschöne Fotos von Pilzen, von Waldblumen und Farnen, aber auch dicken Stämmen alter Bäume, vom Laub, von wilden Tieren begeistern den Betrachter und lassen ihn vielleicht ein wenig irritiert das Märchen vom "Brüderchen und Schwesterchen" lesen, das im Buch ebenfalls abgedruckt ist. So viele deutsche Märchen und Sagen spielen in den Wäldern. Gut das man auf "Brüderchen und Schwesterchen" zurück gegriffen hat. Vielleicht erlaubt der typische Deutsche sich nur im Dunkeln fantasievolle Gedanken, fast scheint es so.

Plötzlich entdecke ich Moorbirken. Wie schön sie doch sind! Sie wachsen im Hohen Venn in einer Landschaft, die an Feen denken lässt

Geboten wird im Buch zudem eine kleine Tierkunde. Die Nachtigall ist der unscheinbarste Vogel und doch singt er am schönsten. Mich fasziniert der Wanderfalke am meisten, vielleicht weil er mich an Friedrich II., den Staufer erinnert, ein Kosmopolit, der zum Thema deutscher Wald mit europäischem Gedankengut geantwortet hätte.. Sehr gut ist der Beitrag im Buch mit dem Titel "Die Deutschen und ihr Wald". Wieso war er immer wieder Sehnsuchts- und Rückzugsort? Wieso lieben die Deutschen die Einsamkeit so sehr?

Irgendwann lerne ich die "Hexenbuche" auf dem Himmeldunk kennen, ein schöner uralter Baum in der Bayerischen Rhön und dann entdecke ich einen Auerhahn, bevor ich mich in die kleine Pilz- und Beerenkunde vertiefe und darüber nachsinne, ob ich im Wald einen Steinpilz als solchen erkennen könnte.

Nach all den wunderbaren Bildern und eloquenten Texten habe ich mich von meinen Vorbehalten im Hinblick auf den deutschen Wald tatsächlich getrennt. Wilde Wälder haben etwas Verwunschenes und regen die Fantasie an, fasse ich zusammen. Speziell die Auenwälder, die mich am meisten ansprechen und bilde schließlich die Merksätze: Der deutsche Wald ist schön, wenn er wild ist. Wild kann er nur dann sein, sofern man ihn in Ruhe lässt. 

 Ein tolles Buch.

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Rezension: Durch Deutschland wandern: Auf der Suche nach den wilden Tieren (Gebundene Ausgabe)

Dieser sehr beeindruckende Bildband des Tierfilmers Andreas Kieling ist bei NATIONAL GEOGRAFIC erschienen. Kieling wanderte auf der Suche nach wilden Tieren durch Deutschland und berichtet von seinen Erlebnissen. Seine Texte sind gehaltvoll sowie sehr spannend zu lesen und die Bilderwelt, die sich in diesem Buch entfaltet, ist geradezu atemberaubend.

Das Vorwort zum Buch hat übrigens Markus Lanz verfasst, der den Leser wissen lässt, dass Andreas Kieling sich etwas wagt, was in unserer rationalen Welt selten geworden ist. Der Tierfilmer folgt seinem Herzen und seinem Instinkt.

Anhand von Verweisen auf einer Landkarte wird gezeigt, wo überall in Deutschland Bilder realisiert worden sind. Kieling beginnt mit dem Berchtesgadener Land und der Steinböcken dort, in denen er die interessantesten Tiere der Alpen sieht. Diese Tiere lassen die Menschen sehr nah an sich heran. Der Autor vermutet, dass dies damit zusammenhängt, dass sie ihren Kletterkünsten vertrauen, die ihnen erlauben in Sekundenschnelle in steile, schroffe Felswände zu verschwinden, (vgl.: S.12).

Traumhafte Bilder von Steinböcken lernt man kennen, die sich von Gräsern, Mosen und Flechten ernähren. Auch über Schlangen im Hochgebirge berichtet Kieling und über seine Erfahrungen, die er damit machte. Wundervolle Fotos von einer Kreuzotter, einem Alpenschneehuhn und von Murmeltieren beenden das erste Kapitel.

Anschließend berichtet Kieling von seinem Leben mit Wildschweinen. Hier sammelte er seine ersten Erfahrungen mit diesen Tieren in der Eifel, lernte später deren Sozialleben und Verhaltensweisen kennen, schreibt von seiner Rotte und den Beobachtungen, die er dort machte, z.B. was deren Sprache anbelangt. Er schreibt auch von Keilerattacken und man kann sich aufgrund der Fotos einen sehr guten Eindruck verschaffen, bevor man an seinen Erkundungen in der Eifel und der Pfalz teilnimmt.

 Es ist bedauerlich, dass ich nicht über all das, was Kieling schreibt, in Kurzform hier berichtet kann, denn mich faszinieren Seite um Seite nicht nur der Bilder, sondern auch der Naturschilderungen. Neugierig las seine Pfalzbeschreibung. Gelungen. Bravo!- Man erfährt Wissenswertes auch von Schwarzstörchen, Uhus, auch von Eulenvögeln und hat Gelegenheit zwei Rothirsche beim Kampf zu beobachten. Nicht gewusst habe ich, dass die Spannweite des UHU 1,70 m beträgt und dass derzeit in der Eifel 156 Uhupaare brüten. Immer wieder erfährt man Näheres über das Sozialverhalten von Tieren, lernt pittoreske Ausblicke von alten Burgruinen kennen, liest von einer großen Wanderung Kielings von Bayern bis zur Ostsee und darf sich dabei immer wieder neuen wunderschönen Landschafts- und Tierbilder erfreuen, auch von einem scheuen Rhönschaf, das zu einer der ältesten Nutztierassen Deutschland zählt.

Allerliebst ist ein Foto von Jungluchsen und ein weiteres, das Nandukücken zeigt. Begeistert hat mich Kielings Bericht über seinen Besuch bei Wildpferden und hier auch die Bilder der Dülmener Wildpferde. Ich hatte keine Ahnung, dass es solche Pferde in Deutschland überhaupt gibt.

Die die Fotos aus Helgoland von den Kegelrobbenbabys und den Silbermöwen dort.

Zum Schluss schreibt Andreas Kieling über seine magischen Orte, an denen alle Sorgen von ihm abfallen und wo er sein Wesen spürt und seinen Weg sehen kann.Ein wunderschönes Buch, das dem Leser die Natur durch Wort und Bild vielschichtig näher bringt und ganz am Ende noch mit einem kleinen Wildnis-Knigge aufwartet.

Empfehlenswert.

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Rezension:Europas Wilde Wasser: Meere, Küsten, Seen und Ströme [Gebundene Ausgabe]

Ein See ist der schönste und ausdrucksvollste Zug einer Landschaft. Er ist das Auge der Erde; beim Hinsehen kann der Betrachter die Tiefe seiner eigenen Natur bemessen." (Henry David Thoreau).

Als visueller Mensch bin ich immer wieder begeistert, wenn ich ein Buch von National Geographic auf meinem Schreibtisch liegen habe, denn in diesen Büchern entfaltet sich stets eine Welt der Fotografie, die mich immer ins Staunen versetzt.

In "Europas Wilde Wasser" werden Momentaufnahmen von höchster Qualität gezeigt und das im Rahmen der Kapitel: Europas Wasserwelten; Flüsse; Seen; Küsten; Ozeane und Nordmeere.

71% der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, sei es von Gletschern, glasklaren Quellen, Flüssen und Süßwasserseen, salzigen Seen und nicht zuletzt Ozeanen. Hinzu kommen darin eingebettete Feuchtgebiete, sprich Mündungen, Sümpfe und Feuchtwiesen.

Im vorliegenden Buch werden Gewässer in Europa zur Sprache gebracht, weil sie Teil unseres europäischen Naturerbes sind. Die großartigen Fotos werden von Textbeiträgen begleitet und die Bilder selbst werden sehr gut beschrieben. Dabei erfährt man auch immer, wer die einzelnen Fotos realisiert hat.

Man liest Wissenswertes über den Kreislauf des Wassers, liest von Maifliegen, über Lachse, die aufgrund ihrer unbändigen Muskelkraft als starke Kämpfer gelten, erfährt auch Näheres über Donau und ein weit verzweigtes Delta, das größtenteils in Rumänien liegt. Dieses Delta ist seit 1991 Weltkulturerbe. Man erfährt auch etwas über die Öko-Systeme dort sowie über die mehr als 160 Fischarten und kann sich auch über den Schutz der Fließgewässer informieren. Hierbei hat man Gelegenheit eine paradiesische Bilderwelt kennen zu lernen, einem Otter beim Verspeisen eines erbeuteten Aals zuzuschauen, das blaue Gefieder eines Eisvogels und den König der Fische aus der Nähe zu bewundern, auch eine Flamingoparade zu beobachten und vieles andere mehr.

Über die Seen wird man ebenfalls gut aufgeklärt und hier, auf welche Weise Süßwasser gespeichert wird. Wissen sollte man, dass stehende Gewässer wie Seen, Teiche, Tümpel und Stauseen 87% des an der Oberfläche verfügbaren Süßwassers enthalten. Was mir bislang nicht so klar war ist die Tatsache, dass die meisten natürlichen Seen erstaunlich jung sind, zumeist erst 10 000 bis 15000 Jahre alt. Doch es gibt auch einige uralte Stillgewässer, die über Jahrmillionen tief, nährstoffarm und sauerstoffreich geblieben sind. Dazu gehört keineswegs nur der Baikalsee, der sich vor 25 Millionen Jahren gebildet hat.

Die Froschparadiese sind ein Thema. Teiche entwickeln sich übrigens zu eigenständigen Ökosysthemen und machen sie zu idealen Lebensräumen für Insekten. Auch hier gibt es wieder Fotos, die von solchen in Feuchtgebieten fortgesetzt werden. Anschließend liest man mehr zu der Küstenlinie und hat Gelegenheit wundervolle Bilder zu bestaunen, dabei auch ist ein Foto, das Carmargue-Pferde zeigt. Das Mittelmeer kommt zur Sprache und die Schneckenvielfalt dort, auch ein Seepferdchen kann man bewundern und viele andere Wassertiere, um schließlich die Fauna und Flora in den Ozeanen kennen zu lernen und Wissenswertes auch über die Nordmeere zu erfahren, etwa über den Unterwasserdschungel dort, der aus braunem Seetang besteht und Kelp genannt wird.

 Ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle. 
 Bildes:  National Geographic
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Rezension:Wilde Tiere in Deutschland (Gebundene Ausgabe)

"Zart und zerbrechlich tanzen sie durch die Lüfte, wie Elfen in leuchtend bunten Kleidern." Um welche Tiere könnte es sich hierbei handeln?

 Dieser Bildband von National Geografic wurde seitens der Fotografen Dietmar Nill und der Autorin Monika Rößinger auf den Weg gebracht

Das Vorwort von Andreas Kieling erfährt man, dass in der Naturfotografie Können alles sei und Dietmar Nill sein Handwerk perfekt beherrsche. Nachdem ich alle Bilder studiert habe, kann ich diesem Urteil nur beipflichten.

 Um ein Tier zu fotografieren, muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und einen langen Atmen haben. Nill zeigt dem Leser, dass es am Wegesrand Wildnis auch bei uns zu entdecken gibt und untergliedert sein Buch, das sich mit wilden Tieren in Deutschland beschäftigt, in die Kapitel:

Nordwesten- Im Reich der Robben
Nordosten- Wo die Kraniche ziehen
Mitte- Rückkehr der Wölfe
Westen- Räuber der Lüfte
Südwesten- Wo Reh und Marder wohnen
Südosten- Akrobaten im Hochgebirge

 Bevor die Bilderschau in den einzelnen Kapiteln ihren Anfang nimmt, erfährt man in Textbeträgen jeweils Wissenswertes zu den wilden Tieren in den fokussierten Regionen. Die Fotos sind alle genau beschrieben und für Tierfreunde ein besonders interessanter Anblick. Nicht nur Kegelrobben kann man im Nordwesten bewundern, auch den Seeadler, die Ringelnatter, die gerade einen Grasfrosch erbeutet hat, einen Weißstorch u.a. Tiere mehr. 10 Millionen Vögel pro Jahr legen im Wattenmeer einen Zwischenstopp ein. Für diese Vögel ist das Wattenmeer eine pralle Speisekammer, (vgl.: S. 30). Einer der häufigsten Zugvögel, die dort verbreitet sind, ist der Alpenstrandläufer. Wie man erfährt, lassen sich mehr als eine Million von ihnen dort Würmer, Schnecken und Krebse schmecken.

 Man liest von mehr als 2000 Seen in Mecklenburg-Vorpommern und von den Kranichen, die im Nordosten ziehen. Wundervolle Fotos von einem Fischotter, einem Schwarzmilan, einem Marderhund, auch einer Sumpfschildkröte bestätigen, dass es wilde Tiere in jener Gegend gibt, in der unendliche viele Vogelarten brüten. Im Nordosten gibt es auch die ältesten Buchenwälder Deutschlands. Der urwüchsige Wald bietet viel Raum für Pilze, Insekten und höhlenbewohnende Vögel.

Besonders angetan bin ich von den Fotos der Eule, deren große Augen an ihre nächtliche Lebensweise angepasst sein. Über die Rückkehr der Wölfe liest man, auch über Wildschafe (Mufflons) und hat Gelegenheit sich auch über Rothirsche in Mitteleuropa zu informieren und über viele, viele andere Tiere, von denen ich nicht geahnt habe, dass es sie bei uns überhaupt gibt.

 Die Fotos können nicht genug gelobt werden. Gefallen haben mir gerade auch die Fotos der Schmetterlinge und der Bericht über diese zarten, zerbrechlichen Tiere. In Deutschland gibt es 3700 Arten davon. Die meisten sollen nachtaktiv sein. Zu den Tagfaltern zählt der prächtige Schwalbenschwanz. Er besitzt eine Spannweite von acht Zentimetern und ist einer der größten und schönsten mitteleuropäischen Schmetterlinge.

Mein Lieblingstierbild im Buch ist jenes von einem Alpenmurmeltier. In diesem Geschöpf ein wildes Tier zu erkennen, bedarf schon großer Sachkenntnis.

Empfehlenswert.

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