Vögel auf Instagram- Josef H. Reichholf & Chris Gatcum-Gerstenberg



Josef H. Reichholf, einer der beiden Autoren des vorliegenden Bildbandes schreibt in der Einführung, dass Millionen von Menschen "Birdwatching" betreiben. Knapp 11000 Vogelarten gibt es noch auf unserer Welt 1200 Arten sind vom Aussterben bedroht. Weshalb die Vogelwelt von so vielen Menschen bewundert wird, machen die Fotos im vorliegenden Bildband deutlich. 

Der Ornithologe Josef H. Reichholf lehrte Naturschutz an der Technischen Universität München und leitete die Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung in der bayerischen Landeshauptstadt. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. 

Chris Gatcum ist als Journalist, Autor und Fotograf tätig. Er hat u.a. mehrere Fachbücher über Fotografie veröffentlicht. 

Seite für Seite  kann man in dieser Teamarbeit wunderschöne Vögel bestaunen, lernt deren Namen kennen, erfährt, wo und mit welcher Kamera sie abgelichtet worden sind. Zudem hat man die Chance, in kleinen Texten Anekdotisches über die Entstehung der ein oder anderen Aufnahme zu erfahren. 

So liest man von australischen Silberreihern, die zur gemeinsamen Nahrungssuche an Flussmündungen kommen, wenn es dort viele Fische gibt, auch von einer Hudsonelster, die im Yellowstone-Nationalpark, USA auf einem jungen Bison landete und kann sich der entsprechenden Bilder erfreuen, die einfach begeistern. 

Unglaublich vielfarbige Vögel wurden abgelichtet, darunter auch ein Fischertukan in Costa Rica, das eine großartige Biodiversität besitzt und ein Paradies für Naturfreunde darstellt. Dort auch lebt der Feuerkehlkolibri, den man im Bergwald  von Costa Rica häufig sehen kann. 

Die Farbenpracht der Kragentaube nimmt einen ebenso gefangen wie die Grüntöne des Hindurake, den man in Indien antrifft. Nicht zu vergessen, der Pfauentruthahn im UNESCO-Welterbe Nationalpark Tikal in Guatemala, der in seiner fein abgestimmten Farbschönheit Staunen macht. 

Eine Augenweide auch ist der Inkakakadu, form- und farbschön in seinen Weiß- und Orangetönen....!

Unmöglich im Rahmen der Rezension über all die Vögel hier, die im Buch zu sehen sind, etwas zu schreiben. Jedes Foto hätte ein individuelles Lob verdient. 

Fasziniert haben all die Eulen, die nicht durch Farbe, sondern durch ihre klugen Augen auf sich aufmerksam machen und schließlich der finnische Auerhahn, dessen Blautöne im Gefieder nur durch das grelle Rot um seine Augen für Momente in den Hintergrund treten.

Ganz zum Schluss lernt man im Register auch die vielen Fotografen und deren Websites kennen und blättert nochmals zurück auf der Suche nach seinem persönlichen Lieblingsbild. Möglicherweise ist es ja der chinesische Goldfasan, oder der Buntfalke aus Kanada. 

Sich zu entscheiden, fällt schwer, doch vielleicht muss man dies ja gar nicht, wenn man begriffen hat, dass ein Ranking auch in diesem Fall mehr schadet als nützt. 

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Rezension: Extremes Wetter- Martin Hedberg-teNeues


Autor dieses textlich sehr informativen, beeindruckend bebilderten Buches ist der Meteorologe Martin Hedberg. Er schreibt hier über "Extremwetter" wie wir es heute bereits beobachten können, doch auch darüber, wie es sich in Zukunft entwickeln wird. 

Es handelt zudem davon, so Hedberg im Vorwort, wie klein der Mensch ist, wenn die Natur ihre Kräfte sammelt und wie großartig es sein kann, wenn sich kraftvolle und ungewöhnliche Phänomene in der Atmosphäre ereignen. 

Das Buch nimmt seinen Anfang mit einer kleinen Wetterschule. Hier auch erfährt man, dass das Wetter die Voraussetzung für das Ökosystem auf der Erde schafft und dieses umgekehrt die Wettervariationen beeinflusst. Klima sei Wetterstatistik, wobei die Durchschnittstemperatur der Erde in diesem Zusammenhang der meist diskutierte Parameter sei. Man liest von fünf Zonen, d.h. von fünf Gebieten mit vergleichbarem Wetter und Klima: den Tropen, den Subtropen, die gemäßigte Zone, die Subpolare Zone und die Polarzone. Über Wasser liest man in diesem Zusammenhang auch, das einen großen Teil der Energie von den Tropen in die Polarregionen transportiert. 

Es folgen dann fünf Kapitel als da sind: Winde, Temperatur, Niederschlag, Wetterphänomene und das Wetter der Zukunft. 

In jedem Kapitel veranschaulichen imposante Fotos mit sehr gut erläuternden Texten Wetterphänomene. Im Kapitel über Winde geht es beispielweise um einen tropischen Zyklon, um einen verheerenden Sturm in Schweden, um einen Tornado und Kleintromben, um einen Hurrikan, einen Supertaifun, um Sandstürme, um Föhn, sprich warme Fallwinde, um Monsterwellen, das stürmische Meer, aber auch die Stille, die Orkane hervorbringt. 

Die Temperatur wird im Folgekapitel behandelt. Hier erfährt man mehr über die Extremwärme in Pakistan. Dort wurde es 2018 in der Stadt Turbat 53,5 Grad heiß. Das Land wird seither von Hitzewellen, Wasserknappheit, einem steigenden Meeresspiegel und extremen Wolkenbrüchen heimgesucht. Man liest über weichen Asphalt in Indien und tödliche Hitze, der sich Mensch und Tier nicht anpassen können. Interessant auch, dass die Wostok-Station in der Nähe des magnetischen Südpols einer der sonnigsten und niederschlagärmsten Orte der Erde ist. Trotz der vier Monate dauernden Polarnacht, gibt es dort mehr Sonnenstunden pro Jahr als beispielsweise in Südafrika.

Thematisiert werden  u.a. kalte Winde, dünne Luft und rascher Temperaturwechsel als auch Permafrost, der dann stattfindet, wenn Erde, Steine und Wasser im Boden zwei Jahre hintereinander gefroren sind. Bilder und Kommentierungen von Methanblasen und abschmelzenden Gletschern schockieren ebenso wie die Bilder des gestressten Regenwaldes der Meere. 

Ein großes Thema ist der Niederschlag. Hier auch liest man vom Regenweltrekord, von Barrikaden gegen das Wasser, vom Monsunregen in Malaysia, der Überschwemmungen und Erdrutsche mit sich bringt, auch von Überschwemmungen in Schweden und solchen in Venedig, von Küstenerosionen und schrumpfenden Regenwäldern. Waldrodungen zerstören keineswegs nur Lebensräume der Pflanzen und Tiere, sondern auch das Wetter. Waldrodungen sind für einen wesentlichen Teil der Treibhauseemissionen verantwortlich. 

Was noch? Thematisiert wird u.a. auch der Hagel und Phänomene wie Donner und Blitz, auch Föhnwolken und vieles andere mehr. 

Mit großem Interesse habe ich das letzte Kapitel des Buches gelesen. Hier geht es um das Wetter der Zukunft. Mit Sicherheit könne gesagt werden, dass es immer extremer werde.  

Die Klima- und Wetterveränderungen werden in folgende Kategorien untergliedert: 
1. Auftreten von Extremen 
2. Langsame Veränderungen 
3. Tipping Elements 

Was unter die einzelnen Kategorien fällt, wird aufgelistet, so etwa Hitzewellen, steigende Meere, Tod der Nadelwälder etc. und es wird erläutert, was es bedeutet, wenn die Temperaturen immer mehr steigen, was es zukünftig mit Niederschlägen, Winden, mit dem Phänomen, wenn die Gletscher schrumpfen auf sich hat, aber auch, dass Wetter und Klima nicht mehr zu den Mustern zurückfinden, die im 20. Jahrhundert als normal galten. 

Wir müssen, so der Autor, mit mehr Extremwetter rechnen und uns den Gefahren massiver Veränderungen stellen. Wenn wir nicht lernen, die Natur als Subjekt mit eigenem Wert und Daseinsberechtigung zu begreifen und mit dem übrigen Leben gemeinsam existieren, werden wir noch größere Probleme bekommen, wird sich die Natur immer launenhafter gestalten und wir werden sie noch nicht mal im Ansatz mehr kontrollieren können. 

Keine erfreulichen Aussichten.  

Maximal empfehlenswert 
Helga König

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Rezension: Rezension: BE MORE TREE- Was wir von den Bäumen lernen können- Alison Davie- Gerstenberg

Dieses informative und dabei kurzweilig zu lesende Buch mit Texten von Alison Davies ist seitens Lylean Lee sehr ansprechend illustriert worden. 
Dokumentiert wird die Lebensart von Bäumen, die ein wirklicher Leitfaden für unser eigenes Verhalten sein können. 

Im Rahmen einer kleinen Baumkunde lernt man verschiedene Bäume kennen und hier jeweils ihren wissenschaftlichen Namen, die Familie, wo der einzelne vorgestellte Baum wächst, wie er aussieht, zudem noch andere Fakten sowie nicht exakt überprüfbar Überliefertes. 

Zunächst aber lernt man in 7 Schritten die eigenen Wurzeln zu finden, bzw. lernt, sich solche im übertragenen Sinne wachsen zu lassen. Wer sie spürt, fühlt sich von ihnen gehalten und das ist in manchen Lebenssituationen überaus wichtig, wie sich jeder denken kann. Mitunter sind die Wurzeln lebensrettend, speziell wenn die Seele zu arg strapaziert wurde bzw. wird.

Sich Netzwerke zu schaffen und ähnlich wie die Bäume weise sein, das wird in diesem Buch sehr gut vermittelt und auch wie man mit Bäumen über seine Sorgen und Nöte sprechen kann. Bäume helfen dabei, Probleme zu lösen seit alters her. Sie geben Rat, auch wie man über sich selbst hinauswächst. So saßen die Eulen der Göttin Athene auf dem Olymp auf Buchen und war der Ginkgo schon in China und Japan vor Jahrhunderten den Tempelbaum. 

Man hält inne bei Sätzen wie etwa "Stehen Sie ganz still zwischen Bäumen und sie spüren eine Aura des Friedens und des Wohlbefindens." Braucht es noch mehr Anstöße, um die Nähe von Bäumen zu suchen? Ich denke nicht. 

Welcher Baum einem am nächsten steht, sagt viel über unser Wesen aus. Auch das lässt sich mittels des Büchleins leicht herausfinden. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König 

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Rezension: Die erstaunliche Welt der Tiere- Gerstenberg


In diesem Bildband werden  Arbeiten der zehn weltweit besten Naturfotografen präsentiert. Allen gemeinsam ist, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Schaffens eine Auszeichnung beim Wettbewerb "Wildlife Photographer oft the Year" erhalten haben. Einige der Fotografen haben ein Biologiestudium absolviert, andere eine künstlerische Ausbildung. Gemeinsam ist ihnen eine große Leidenschaft für die Natur. 

Für manche der Fotografen bleibt die wissenschaftliche Ausbildung von großer Bedeutung, nicht zuletzt, weil es ihnen hilft, das Beobachtete richtig zu deuten. Dennoch ist für alle Fotografen der gezeigten Bilder die künstlerische Vision von übergeordneter Bedeutung. 

Bei den zehn Fotografen handelt es sich um: Tui de Roy, Hannu Hautala, Tim Laman, Klaus NIgge, Thomas P Peschak, Cyril Ruoso, Brian Skerry, Stefano Unterthiner, Steve Winter und Art Wolfe.

Vor der ausgewählten Werkschau jedes dieser Fotografen erfährt man Wissenswertes zur Person. Die Fotos selbst werden allesamt textlich ausführlich erläutert, so auch das Foto "Der Falke und der Vulkan" von Tui de Roy. Dieser Fotograf schreibt  zu seiner Passion: " Das größte Geschenk, das mir die Fotografie gemacht hat, ist das bessere Sehvermögen. Dadurch habe ich gelernt, kleinste Veränderungen des natürlichen Lichts sehr genau zu erkennen und feine Konturen, Formen und Farben zu erforschen. Ich finde das zutiefst erfüllend, selbst ohne Kamera.“ 

100 traumhafte Tierfotografien laden zum Bestaunen ein. Zu bewundern gibt es auch den "König der Philippinen". Das ist der größte Adler der Welt. Er gilt genau wie der Orang-Utan als Symbol für den tropischen Regenwald. Klaus Knigge, der Fotograf, schreibt, dass er die meiste Zeit mit dem Licht im Wald auf den Philippinen unzufrieden war. Dort im Wald gäbe es zwar reichlich Schatten, Kontraste und Strukturen, jedoch sei das Licht für diese Aufnahme erst spätnachmittags perfekt gewesen. Ein tolles Foto! 

Auch Unterwasseraufnahmen werden gezeigt, so etwa von wunderschönen Paradiesfischen. Der Fotograf Brian Skerry schreibt "Ich betrachte den Ozean oft als lebendiges Kaleidoskop. Jedes Mal, wenn ich hineinschaue, sehe ich etwas anderes. Es verändert sich ständig und steckt voller Farbe, Bewegung und Licht."

Was noch? Hervorheben möchte ich die Schneeeulenjungen von Art Wolfe, die hinter Mohnblumen und Silberwurz kauern und nicht grundlos als arktische Juwelen im Buch bezeichnet werden. Sie wirken putzig und klug zugleich, beobachten und staunen, ganz so wie ihr Meisterfotograf. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König 

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Rezension: Die Tiger von Ranthambhore- Bina Kak -Gerstenberg


Die Autorin dieses bemerkenswerten Bildbandes ist Bina Kak. Sie war zwischen 1985 und 2013 Ministerin im Kabinett der Regierung von Rajasthan. Verantwortlich war sie damals für die Bereiche Tourismus, Kunst und Kultur, Umwelt, Archäologie sowie Frauen- und Jugendpolitik. Bina Kak kam als Umweltministerin im Bundesstaat Rajasthan erstmals mit Tigern in Berührung. Danach begann sie die Tiger von Ranthambhore zu beobachten, zu studieren, zu fotografieren und zu dokumentieren. 

Wie der Dalai Lama in Vorwort zusammenfasst, ist als Ergebnis dieses Buch entstanden, "in dem Tiger nicht als angsteinflößende Kreaturen erscheinen, sondern als Individuen und Familien mit Geschichte und Beziehungen, die unserer Wertschätzung und Bewunderung wert sind. 

Mike Pandey schreibt in der Einleitung, dass dieses Buch Ausdruck der Hingabe und Beharrlichkeit sei, mit der Bina das Leben der Tigerfamilien dokumentiert habe. Ihre Liebe zum Detail und ihre Fähigkeit" Magische Momente" einzufangen, machen - und da stimme ich zu- ihre Fotos so besonders. 

Es handelt sich bei diesem Werk um eine Sammlung von Begegnungen mit Tigern in freier Wildbahn. Doch nicht nur Tiger können bewundert werden, sondern auch Störche, Reiher, Rohrkatzen, Languren und viele andere Wildtiere mehr. Die Gegend, wo die Aufnahmen entstanden sind, liegt auf etwa 350 Meter Höhe inmitten der Berge von Aravalli und Vindhya. 

Das Buch ist in 7 Kapitel untergliedert. Hier berichtet die Autorin zunächst, dass ihr in ihrer Amtszeit die Situation der Waldhüter, die in puncto Umweltschutz an vorderster Front stehen, speziell am Herzen lagen. So wurden in Jaipur und Sawai Madhopur Schulungszentren errichtet, um den Wildhütern die bestmögliche Ausbildung zu bieten. 

Der knapp 1400 Quadratkilometer große Ranthambhore-Nationalpark mit seinem Tigerreservat zählt zu den weltweit besten Plätzen für Wildtierbeobachtungen. Man lernt eine Reihe bildschöner Tiger aus der Nähe kennen, allen voran die Tigermutter Noor mit ihrem Sohn Sultan, liest über ihr Jagdverhalten und ihren Überlebensinstinkt, lernt weitere dieser Raubtiere kennen, so etwa Ustad, der einen großen Sambar-Hirsch verschlingt. Das ist Natur. 

Dann gibt es einige Frauen zu bewundern, die offenbar angstfrei, sich in der Nähe dieses Tigers aufhalten und dennoch entspannt miteinander reden. Gleichmut will gelernt sein. Vielleicht gehört ein wenig Schicksalsergebenheit dazu.

Die vielen Fotos der Tiere beeindrucken wirklich sehr, so auch das Bild, wo die Tigerin Sundari an einem Baum stehend ihre Krallen wetzt und auf diese Weise ihr Territorium markiert. Man lernt Tiger beim spielerischen Paarungsritual, aber auch im liebevollen Umgang mit dem Nachwuchs kennen. Dabei zeigen alle Fotos  die Schönheit und Erhabenheit der Tiere. 

Die ehemalige Königsresidenz Rajbagh wird heute übrigens von Tigern beherrscht. Mit reichlich Wasser und hohen Gräsern soll das Seengebiet einer der Lieblingsorte der Tiere sein. Es sind verwunschene Orte, die man  hier präsentiert bekommt. Die Festung Ranthambhore übrigens  zählt zum Weltkulturerbe.

Von Magie ist die Rede und diese nimmt man sehr gut wahr in Text und Bildern, auf denen die Tigerfamilien von Ranthambhore  hervorragend gewürdigt werden und  nicht zuletzt der Sinn von Umweltschutz für Tier und Mensch. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König
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Helga König

Rezension: Das Brennnesselbuch- Mechtilde Frintrup-atVerlag


Mechtilde Frintrup untergliedert ihr bemerkenswertes, reich bebildertes Pflanzensachbuch in drei große Abschnitte: 

1. Der wissenschaftliche Blick 
2. Der kulturelle Blick 
3. Der praktische Blick 

Die Beschreibungen im vorliegenden Werk beziehen sich auf die Große Brennnessel. Diese siedelt sich gerne an Flussläufen, auf Wiesen, in Hecken, im Wald, an Bahngleisen, Kompost- und Misthaufen sowie Brachflächen an. Man erfährt u.a. Wissenswertes über die Brennhaare der Pflanze und wird ausführlich über die Inhaltsstoffe informiert. Ein Vergleich zu Spinat, Zitrone, Avocado und Rindfleisch zeigt bereits, weshalb man Brennnesseln  vorrangig konsumieren sollte. 

Völker mit ganzheitlichem Naturverständnis haben, so liest man, die Brennnessel zu jeder Zeit geschätzt. Vergegenwärtigt man sich in der Folge dann die Bandbreite der Wirkungen, wird schnell klar, weshalb die Pflanze so große Beachtung allerorten fand und findet. Über  viele Seiten wird man  über Wissenswertes im Hinblick auf unterschiedliche Heilanwendungen, so etwa für die Ausscheidungsorgane informiert. Der hohe Kaliumgehalt gemeinsam mit der entzündungshemmenden Kaffeoylapfelsäure und Cholrogensäure bewirken ein Durchspülen von Blase, Niere und Harnwegen. Brennnesseln helfen bei rheumatischen Beschwerden, des Weiteren können bestimmte Hautkrankheiten damit gelindert werden. 

Zur Sprache gebracht werden u.a. auch Heilanwendungen für Blut und Blutkreislauf, das Immunsystem aber auch für die Psyche und die Nerven, denn Brennnesseln sind stimmungsaufhellend. 

Im 2. Abschnitt werden  u.a. übrigens Mythen und Märchen vorgestellt, in denen Brennnesseln eine Rolle spielen.  Diese Geschichten sagen viel über die Pflanze aber auch über uns Menschen aus.

Um das Pflanzenwesen zu verstehen, ist es notwendig, viele Aspekte der Pflanze wahrzunehmen, so etwa den Geruch, die Farbe, die Form, den Geschmack, das Verhalten, die Volksnamen, die Fortpflanzung, die Konsistenz, den Rhythmus, den Standort, die und die Lebensdauer. All das wird im Buch näher erörtert. 

Es folgt ein Erntekalender, im Rahmen der näheren Beschreibung des Anbaus. Anschließend wird die Brennnessel im Jahresverlauf vorgestellt. In diesem Zusammenhang gibt es auch eine Vielzahl von Rezepten. Es geht dabei nicht nur um Rezepte für Speisen, sondern auch solche für die Schönheit oder auch von Gesundheit. 

Dass man mit Brennnesseln sogar handarbeiten kann, wird ebenfalls gezeigt. Nicht alles muss man selbst ausprobieren. Das dürfte klar sein. Also keine Panik. Schuhe und Mützen zu häkeln, ist nicht jedermanns Sache und an Traumfänger zu glauben, ebenfalls nicht, obschon der Gedanke reizvoll ist.

Apropos Reiz: Der Reiz des Buches liegt in breiten und sehr guten Präsentation dieser Heilpflanze, deren Wirkungsweise wirklich bemerkenswert  vielfältig ist. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Rezension: Pflanzen für Schmetterlinge- Jane Moore-Gerstenberg




Dieses wunderbare Buch mit dem Untertitel "Wie Sie in Ihrem Garten ein Flattern erzeugen" wurde von #Jane_Moore, der Chefgärtnerin einer #Benediktinerabtei verfasst. Sie schrieb für britische Gartenmagazine und – zeitungen, recherchierte für BBC-Gartensendungen und moderierte die Sendung "Gardeners World" im BBC. 

Die hübschen Illustrationen hat James Weston Lewis realisiert. 

Wie man dem Vorwort entnehmen kann, gibt es 3700 Schmetterlingsarten, unter ihnen 190 Tagfalter.

Wer Schmetterlingen einen Platz im eigenen Garten bietet, unterstützt damit das komplette Ökosystem. Dieses umfasst u.a. das Bestäuben von Pflanzen und die Nahrungsquellen für Vögel. 

Im Rahmen von acht Kapiteln wird man in die Welt der Schmetterlinge eingeführt und erfährt zunächst, weshalb sie unsere Hilfe benötigen. In Deutschland allein sind bereits etwa 60 Schmetterlingsarten ausgestorben und weitere 500 vom Aussterben bedroht bzw. unterschiedlich stark gefährdet. Seit 1990 ist von den Tagfalterarten die Hälfte verschwunden. 80 % stehen auf der roten Liste der bedrohten Tiere. Als Ursache werden moderne Anbaumethoden, der Verlust von Lebensräumen und die globale Erwärmung genannt. 

Vom Schutz der Schmetterlinge profitiert, so Jane Moore, die gesamte Umwelt, wie das Buch deutlich macht. Man erfährt die zehn wichtigsten Fakten über Schmetterlinge. Dazu zählt auch, dass sie große Entfernungen überwinden können. So wandert der Monarchfalter, nicht selten in riesigen Schwärmen- jeden Herbst von Kanada nach Mexiko. 

Anhand einer Illustration lernt man die Anatomie des Schmetterlings kennen und wird in der Folge mit dem Leben der Schmetterlinge vertraut gemacht.  Auf diese Weise erfährt man Wissenswertes über die Paarung und die Entwicklung vom Ei zum Falter. Man lernt Lebensräume für Schmetterlinge zu schaffen und sogar Schmetterlinge zu züchten, lernt wie ein Garten als Ökosystem funktioniert und wie man als Gärtner umweltbewusst handelt. Alsdann werden die wichtigsten Schmetterlinge und Pflanzen im Garten vorgestellt. Dabei werden die einzelnen Schmetterlinge kurz textlich porträtiert. Zudem erfährt man stets Näheres zur Flugzeit, zu Futterpflanzen der Raupen und der Falter sowie Wissenswertes über ihre Verbreitung. Anhand einer Illustration lernt man jeden der besprochenen Schmetterlinge auch visuell kennen. 

Bei den Lieblingspflanzen der Schmetterlingsarten werden die einzelnen Pflanzen jeweils textlich porträtiert. Zudem liest man Näheres zur Blütenzeit, dem Standort, dem Pflanzenpartner, unterschiedliche Hinweise zur Pflege, aber auch welche Schmetterlinge sich von der jeweils beschriebenen Pflanze angezogen fühlen. Mittels Illustration lernt man jede der beschriebenen Pflanzen dann visuell kennen. 

Neben den Lieblingspflanzen werden weitere geeignete Schmetterlingspflanzen vorgestellt und zwar solche, die in Töpfen, Kübeln und Blumenkästen gedeihen. Auch Mauern und Zäune bieten, wenn man dort Pflanzen daran ranken lässt, Vögeln, Bienen und Schmetterlingen einen guten Lebensraum.

Was man in kleinen aber auch großen Gärten unternehmen kann, um Schmetterlinge anzulocken ist für die Leser am Ende des tollen Buches kein Geheimnis mehr. 

Diese Lektüre lege ich allen ans Herz, die sich um ein gesundes Ökosystem bemühen möchten,

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: Die Zauberkraft der Pflanzenwelt-Svenja Zuther-at Verlag


Die Autorin dieses Buches ist die Diplombiologin und Heilpraktikerin Svenja Zuther. Sie erforscht seit 20 Jahren die Kommunikation mit Pflanzen und hat daraus ein Training für Spirituelle Pflanzenheilkunde und Naturtherapie entwickelt.

Im vorliegenden Buch geht es um eine ganzheitlich, spirituelle Pflanzenheilkunde, geht es darum, mit dem Geist der Pflanzen zusammenzuarbeiten, so wie sich das über Jahrtausende bewährt hat. Mit besagter Pflanzenheilkunde könne man nicht nur den Körper heilen, sondern auch den Geist beflügeln und die Seele unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Man könne Antworten auf viele Fragen finden, nicht nur auf solche wie "Woher kommen wir?", "Wohin gehen wir", "Was machen wir hier?". Sobald wir mit dem Geist der Natur kommunizieren, sei es nämlich möglich, manche Weisheiten unserer Vorfahren in die eigene Erfahrung zu bringen und auf der Basis dieser Erkenntnis zu einem naturbewussten Handeln zu gelangen.

Das Werk enthält viele praktische Übungen, die zu einer verfeinerten, vertieften und erweiterten Wahrnehmung der Natur, speziell der Pflanzen verhelfen. Dabei werden die im Buch vorgestellten Pflanzen von ihrem Wesen her charakterisiert, und zwar mit ihren Eigenheiten und besonderen Kräften. Das geschieht mittels einer Fülle von Fakten aber auch von poetischen Texten. Darüber hinaus enthält die Publikation zahlreiche Eingebungen, die die Autorin während meditativer Aufenthalte in der Natur oder durch Gespräch mit "Pflanzengeistern" übermittelt bekommen hat.

Das Werk ist in nachstehende Kapitel eingeteilt: 

-Wir sind Natur 
-Heilung mit dem Geist der Natur 
-Spirituelle Pflanzenheilkunde und Naturtherapie in der Praxis 
-Die Erfahrung mit dem Natur Coaching 
-Kooperative Zusammenarbeit mit Pflanzen 

Ein inspirierendes Buch, auf das man sich einlassen muss. Lesen allein genügt nicht. 

Sehr empfehlenswert. 
Helga König 

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Rezension: Hühner- Eine Liebeserklärung- Moreno Monti, Matteo Tranchellini- teNeues



Dieses traumhaft schöne und dabei informative Werk hat nachstehendes, vier Personen umfassendes Team auf den Weg gebracht:

Moreno Monti/Matteo Tranchellini 

Monti/Tranchellini leben in Mailand und arbeiten schon jahrelang an internationalen Kunstprojekten und Werbekampagnen. Die leidenschaftlichen Fotografen wissen, dass Zusammenarbeit im Team kreative Synergien schaffen kann. Dass sie mit dieser Überzeugung richtig liegen, zeigt das Projekt "Hühner" mehr als nur gut. 

Anne Jacoby 

Sie konzipiert und schreibt Sachbücher, arbeitet als Autorencoach und als erfolgreiche Ghostwriterin. 

Michael von Lüttwitz 

Der Biologe hat mehr als 1000 Artikel zum Thema Hühner, Enten, Gänse etc verfasst. Als Autor zum Thema Hühnerhaltung, Preisrichter für Rassengeflügel und Vorsitzender des VHGW setzt er sich seit Jahrzehnten für eine artgerechte Haltung von Geflügel ein. 

Michael von Lüttwitz hat das Vorwort geschrieben und benennt dort Hühner nicht grundlos als "ausgesprochen ästhetische Lebewesen", die es zu Spitzenleistungen in der Nutztierzucht gebracht hätten. Über ihre Ästhetik  kann man sich anhand von 100 tollen Fotos überzeugen.

Einst Dschungelhuhn, sei es heute das am meisten verbreitete Nutztier mit einer unglaublichen Biodiversität. Diese gipfele in Deutschland allein in weit über 200 Rassen mit über 1000 Farbvarianten. Die kulturhistorischen Wurzeln zwischen Haushuhn und Mensch betragen mindestens 7000 Jahre. Leider wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Biodiversität dem Wirtschaftsdenken untergeordnet. Der Profitgedanke habe sich in einer nicht artgerechten Massenhühnerhaltung geäußert. 

Hühnerliebhaber wissen, dass diese Nutztiere überaus intelligente Lebewesen sind, die sehr viel für die Ernährung der Menschen getan haben und noch immer tun, nicht zuletzt durch ihre Eier. 

Wer sich Hühner in den Garten setze, hole sich ein Stück Natur zurück. 

Hühner machen glücklich, liest man und auch, dass es Sehnsuchtstiere seien. Viele fast philosophische Gedanken zum Thema Huhn folgen und alsdann kann man die schönen Tiere auf Fotos bewundern, ihr prachtvolles Gefieder sowie ihre Haltung bestaunen. 

Man könne das Huhn emotionslos für sich arbeiten lassen, aber auch als Statussymbol verehren oder beispielsweise als Glückbringer sehen. Das Ei stehe für das Leben schlechthin und die Hühner können klassisch schön, aber auch Kurvenstars oder Kuscheltiere sein. 

Hühner seien so intelligent, dass sie geometrische Rätsel knacken können,  konstatiert die Universität Trient.  Zudem seien die Hühner empathisch, wie ein Experiment der University of Bristol zeigt. Es macht Freude, das schöne Gefieder  in den unterschiedlichsten Farbtönen zu bewundern und es ist wirklich bemerkenswert, was man alles im Hinblick auf Hühner in den Texten erfährt. 

Die Frage, weshalb eine Feder soziale Kommunikation sei, wird auch beantwortet und man erfährt Wissenswertes zur Hühnersprache. 

Die Texte im Buch sind übrigens auch in englischer Sprache abgedruckt. 

Die rund 70 Rassen, die man auf den 100 Farbfotos bewundern kann und die Infos zur Hühnerhaltung machen Lust einige dieser schönen Tiere im Garten zu halten. Dabei haben es mir das Zwerg-Seidenhuhn aus Japan und das Holländer Haubenhuhn am meisten angetan. 

Die einzelnen Hühnerrassen werden zu Ende des Buchs auf kleinen Fotos nochmals gezeigt. Hier erfährt man dann auch Näheres zur Herkunft, Größe und Gefieder. 

Ein fantastisches Buch! Maximal empfehlenswert. 

Helga König

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Foto:© Hühner - Eine Liebeserklärung von Moreno Monti & Matteo Tranchellini, erschienen bei teNeues, € 39,90, www.teneues.com, Hamburger, Photo © Moreno Monti & Matteo Tranchellini. All rights reserved.

Rezension: Wälder unserer Erde-Wie das Klima den Wald formt- Gunther Willinger- teNeues

Der Autor dieses Bildbandes ist der Biologe, Wissenschaftsjournalist und Fotograf Gunther Willinger. Thematisch befasst er sich primär mit dem Verhältnis von Mensch und Natur und zwar von der Sehnsucht nach Wildnis bis zur Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft. Der Biologe hält sich sowohl in den Waldlandschaften seiner europäischen Heimat als auch in den Wäldern Costa Ricas, Kaliforniens und Südafrikas auf und lebt nach der Rückkehr von seinen Reisen in Tübingen. 

Das Vorwort zum Buch hat Professor Dr. Jürgen Bauhus geschrieben, der hier bereits unterstreicht, dass es sich um ein zeitgemäßes Werk handelt, in dem vermittelt wird, dass wir die Wälder am besten schützen können, indem wir das Klima schützen.

Zunächst erfährt man seitens Gunther Willinger, was man per Definition unter einem Wald zu verstehen hat und liest, dass die Vielfalt der Bäume- es gibt rund 50 000 Baumarten- zwischen drei bewaldeten Klimazonen vor den Polen in Richtung Äquator um den Faktor zehn ansteigt. Dabei hängt es z. B. von der Vielgestaltigkeit der Landschaft und dem historischen und aktuellen Klima ab, wie viele verschiedene Baumarten in einem bestimmten Waldgebiet vorkommen. 

Der Wald ist allerdings nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, sondern er ist zudem ein komplexer Lebensraum mit Tausend Arten, zwischen denen ein Beziehungsgeflecht besteht. So versorgen sich Pilze und Bäume gegenseitig mit Nährstoffen. Unzählige kleine Organismen verarbeiten Laub und Holz zu fruchtbarer Erde, Pflanzen ernähren Tiere und im Gegenzug übernehmen Tiere die Bestäubung oder aber verbreiten Pflanzensamen. 

Anhand eines Schemas wird der Zusammenhang zwischen Temperatur, Niederschlag und Waldtyp gezeigt, um dann in den Folgekapiteln auf einzelne Waldtypen einzugehen. 

Zur Sprache kommen: 
Boreale Wälder 
Wälder der gemäßigten Zone 
Mediterrane Hartlaubwälder 
Tropische Trockenwälder 

Boreale Wälder sind nördliche Nadelwälder, die von unzähligen Seen, Flüssen und Mooren durchzogen sind. Man erfährt Wissenswertes über ihre Charakteristika, die Verbreitung, die Baumarten, die Tiere dort, über ihren Status, auch über die Besonderheiten, kann sich in tolle Fotos vertiefen und sich ausgiebig über die Nadelwälder in der sumpfigen Wildnis informieren, erfährt auch Wissenswertes über die Bäume der borealen Wildnis und die Tiere, die hier leben. 

Die borealen Wälder verlieren derzeit nach den tropischen Wäldern am meisten Waldfläche, was im fennoskandinavischen Raum vor allem auf die Kahlschläge der Holzindustrie zurückzuführen ist. 

Bei den Wäldern der gemäßigten Zone wechselt das Blätterdach in den Laub- und Mischwäldern zwischen frischem Frühlingsgrün, sattem Sommergrün und bunten Herbsttönen. Hier ruht der Wald im Winter und die Bäume strecken ihre kahlen Äste in die frostige Luft. Auch bei diesen Wäldern erfährt man viel Wissenswertes, liest nicht zuletzt über die Stockwerke des Waldes, zudem über das Farbspektakel im Laubwald und darf sich zahlreicher beeindruckender Bilder erfreuen, auch von den Tieren dort in der gemäßigten Zone, über die man nicht wenig Interessantes liest. 

Ein essentieller Bestandteil das Waldökosystems sind absterbende oder abgestorbene Äste und Stämme. Auf diesem Totholz wachsen Flechten, Pilze, Algen und Moose. Zudem dient es Tieren als Nahrung und Unterschlupf. 20 bis 50 Prozent aller im Wald lebenden Arten sind auf Totholz angewiesen. 

Informiert wird man zudem über immergrüne Küstenregenwälder in gemäßigten Zonen, um dann über mediterrane Hartlaubwälder Näheres in Erfahrung zu bringen. Es gibt fünf mediterrane Regionen in dieser Welt. Alle haben einen eigenen Charakter, zeichnen sich allerdings alle durch eine hohe Artenvielfalt aus mit besonderen Anpassungen an Trockenheit und Feuer. Auch hier wird man wieder bestens informiert und über die Pflanzenvielfalt auf kleinem Raum, zudem über Waldbrände, die durch den Klimawandel zunehmen, kann über das Reich der Insekten, Reptilien und Vögel lesen, dazu tolle Fotos betrachten und sich schließlich über Loorbeerwälder informieren. 

Tropische Trockenwälder können jedes Jahr lange Trockenzeiten überstehen und sind die Heimat vieler Nutztiere aber auch von Kulturpflanzen. Vielerorts sind diese Wälder stark fragmentiert oder gar verschwunden, weil sie weitgehend ungeschützt sind. 

Man liest von tropischen und subtropischen Trockenwäldern, Monsumwäldern und Baumsavannen kann sich erneut mit Tieren befassen, sich zudem mit tropischen Regenwäldern auseinandersetzen. Diese ganzjährig feuchten und warmen Tropenwälder bedecken nur wenige Prozent der Landfläche der Erde, sind gleichwohl der Lebensraum von rund der Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten. 

Die Fotos hier sind atemberaubend schön, speziell auch von den Mongroven, den tropischen Wäldern zwischen Wasser und Land. 

Zum Schluss dann wird man über die dauerhaften Schäden durch Zivilisation informiert, kann sich bewusst machen, dass es die Wälder sind, die das Klima stabilisieren, denn sie haben Einfluss auf die Temperaturverteilung, die Wolkenbildung und die globalen Kreisläufe von Süßwasser und Kohlenstoff und sind insofern nach den Ozeanen der wichtigste Bestandteil des globalen Klimas.

Man erfährt wie das Klima den Wald formt, weshalb bestimmte Tiere zusammenhängende Waldgebiete benötigen, wieso eine schonende Bewirtschaftung notwendig ist und vielfältige Wälder stabile Wälder sind. 

Das Werk enthält neben sehr klugen informativen Texten, Fotos der renommierten Nature Picture Liberary und Aufnahmen aus dem Archiv von Gunther Willinger. 

Maximal empfehlenswert. 
Helga König 
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