Rezension: Die Tiger von Ranthambhore- Bina Kak -Gerstenberg


Die Autorin dieses bemerkenswerten Bildbandes ist Bina Kak. Sie war zwischen 1985 und 2013 Ministerin im Kabinett der Regierung von Rajasthan. Verantwortlich war sie damals für die Bereiche Tourismus, Kunst und Kultur, Umwelt, Archäologie sowie Frauen- und Jugendpolitik. Bina Kak kam als Umweltministerin im Bundesstaat Rajasthan erstmals mit Tigern in Berührung. Danach begann sie die Tiger von Ranthambhore zu beobachten, zu studieren, zu fotografieren und zu dokumentieren. 

Wie der Dalai Lama in Vorwort zusammenfasst, ist als Ergebnis dieses Buch entstanden, "in dem Tiger nicht als angsteinflößende Kreaturen erscheinen, sondern als Individuen und Familien mit Geschichte und Beziehungen, die unserer Wertschätzung und Bewunderung wert sind. 

Mike Pandey schreibt in der Einleitung, dass dieses Buch Ausdruck der Hingabe und Beharrlichkeit sei, mit der Bina das Leben der Tigerfamilien dokumentiert habe. Ihre Liebe zum Detail und ihre Fähigkeit" Magische Momente" einzufangen, machen - und da stimme ich zu- ihre Fotos so besonders. 

Es handelt sich bei diesem Werk um eine Sammlung von Begegnungen mit Tigern in freier Wildbahn. Doch nicht nur Tiger können bewundert werden, sondern auch Störche, Reiher, Rohrkatzen, Languren und viele andere Wildtiere mehr. Die Gegend, wo die Aufnahmen entstanden sind, liegt auf etwa 350 Meter Höhe inmitten der Berge von Aravalli und Vindhya. 

Das Buch ist in 7 Kapitel untergliedert. Hier berichtet die Autorin zunächst, dass ihr in ihrer Amtszeit die Situation der Waldhüter, die in puncto Umweltschutz an vorderster Front stehen, speziell am Herzen lagen. So wurden in Jaipur und Sawai Madhopur Schulungszentren errichtet, um den Wildhütern die bestmögliche Ausbildung zu bieten. 

Der knapp 1400 Quadratkilometer große Ranthambhore-Nationalpark mit seinem Tigerreservat zählt zu den weltweit besten Plätzen für Wildtierbeobachtungen. Man lernt eine Reihe bildschöner Tiger aus der Nähe kennen, allen voran die Tigermutter Noor mit ihrem Sohn Sultan, liest über ihr Jagdverhalten und ihren Überlebensinstinkt, lernt weitere dieser Raubtiere kennen, so etwa Ustad, der einen großen Sambar-Hirsch verschlingt. Das ist Natur. 

Dann gibt es einige Frauen zu bewundern, die offenbar angstfrei, sich in der Nähe dieses Tigers aufhalten und dennoch entspannt miteinander reden. Gleichmut will gelernt sein. Vielleicht gehört ein wenig Schicksalsergebenheit dazu.

Die vielen Fotos der Tiere beeindrucken wirklich sehr, so auch das Bild, wo die Tigerin Sundari an einem Baum stehend ihre Krallen wetzt und auf diese Weise ihr Territorium markiert. Man lernt Tiger beim spielerischen Paarungsritual, aber auch im liebevollen Umgang mit dem Nachwuchs kennen. Dabei zeigen alle Fotos  die Schönheit und Erhabenheit der Tiere. 

Die ehemalige Königsresidenz Rajbagh wird heute übrigens von Tigern beherrscht. Mit reichlich Wasser und hohen Gräsern soll das Seengebiet einer der Lieblingsorte der Tiere sein. Es sind verwunschene Orte, die man  hier präsentiert bekommt. Die Festung Ranthambhore übrigens  zählt zum Weltkulturerbe.

Von Magie ist die Rede und diese nimmt man sehr gut wahr in Text und Bildern, auf denen die Tigerfamilien von Ranthambhore  hervorragend gewürdigt werden und  nicht zuletzt der Sinn von Umweltschutz für Tier und Mensch. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König
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Helga König

Rezension: Das Brennnesselbuch- Mechtilde Frintrup-atVerlag


Mechtilde Frintrup untergliedert ihr bemerkenswertes, reich bebildertes Pflanzensachbuch in drei große Abschnitte: 

1. Der wissenschaftliche Blick 
2. Der kulturelle Blick 
3. Der praktische Blick 

Die Beschreibungen im vorliegenden Werk beziehen sich auf die Große Brennnessel. Diese siedelt sich gerne an Flussläufen, auf Wiesen, in Hecken, im Wald, an Bahngleisen, Kompost- und Misthaufen sowie Brachflächen an. Man erfährt u.a. Wissenswertes über die Brennhaare der Pflanze und wird ausführlich über die Inhaltsstoffe informiert. Ein Vergleich zu Spinat, Zitrone, Avocado und Rindfleisch zeigt bereits, weshalb man Brennnesseln  vorrangig konsumieren sollte. 

Völker mit ganzheitlichem Naturverständnis haben, so liest man, die Brennnessel zu jeder Zeit geschätzt. Vergegenwärtigt man sich in der Folge dann die Bandbreite der Wirkungen, wird schnell klar, weshalb die Pflanze so große Beachtung allerorten fand und findet. Über  viele Seiten wird man  über Wissenswertes im Hinblick auf unterschiedliche Heilanwendungen, so etwa für die Ausscheidungsorgane informiert. Der hohe Kaliumgehalt gemeinsam mit der entzündungshemmenden Kaffeoylapfelsäure und Cholrogensäure bewirken ein Durchspülen von Blase, Niere und Harnwegen. Brennnesseln helfen bei rheumatischen Beschwerden, des Weiteren können bestimmte Hautkrankheiten damit gelindert werden. 

Zur Sprache gebracht werden u.a. auch Heilanwendungen für Blut und Blutkreislauf, das Immunsystem aber auch für die Psyche und die Nerven, denn Brennnesseln sind stimmungsaufhellend. 

Im 2. Abschnitt werden  u.a. übrigens Mythen und Märchen vorgestellt, in denen Brennnesseln eine Rolle spielen.  Diese Geschichten sagen viel über die Pflanze aber auch über uns Menschen aus.

Um das Pflanzenwesen zu verstehen, ist es notwendig, viele Aspekte der Pflanze wahrzunehmen, so etwa den Geruch, die Farbe, die Form, den Geschmack, das Verhalten, die Volksnamen, die Fortpflanzung, die Konsistenz, den Rhythmus, den Standort, die und die Lebensdauer. All das wird im Buch näher erörtert. 

Es folgt ein Erntekalender, im Rahmen der näheren Beschreibung des Anbaus. Anschließend wird die Brennnessel im Jahresverlauf vorgestellt. In diesem Zusammenhang gibt es auch eine Vielzahl von Rezepten. Es geht dabei nicht nur um Rezepte für Speisen, sondern auch solche für die Schönheit oder auch von Gesundheit. 

Dass man mit Brennnesseln sogar handarbeiten kann, wird ebenfalls gezeigt. Nicht alles muss man selbst ausprobieren. Das dürfte klar sein. Also keine Panik. Schuhe und Mützen zu häkeln, ist nicht jedermanns Sache und an Traumfänger zu glauben, ebenfalls nicht, obschon der Gedanke reizvoll ist.

Apropos Reiz: Der Reiz des Buches liegt in breiten und sehr guten Präsentation dieser Heilpflanze, deren Wirkungsweise wirklich bemerkenswert  vielfältig ist. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Rezension: Pflanzen für Schmetterlinge- Jane Moore-Gerstenberg




Dieses wunderbare Buch mit dem Untertitel "Wie Sie in Ihrem Garten ein Flattern erzeugen" wurde von #Jane_Moore, der Chefgärtnerin einer #Benediktinerabtei verfasst. Sie schrieb für britische Gartenmagazine und – zeitungen, recherchierte für BBC-Gartensendungen und moderierte die Sendung "Gardeners World" im BBC. 

Die hübschen Illustrationen hat James Weston Lewis realisiert. 

Wie man dem Vorwort entnehmen kann, gibt es 3700 Schmetterlingsarten, unter ihnen 190 Tagfalter.

Wer Schmetterlingen einen Platz im eigenen Garten bietet, unterstützt damit das komplette Ökosystem. Dieses umfasst u.a. das Bestäuben von Pflanzen und die Nahrungsquellen für Vögel. 

Im Rahmen von acht Kapiteln wird man in die Welt der Schmetterlinge eingeführt und erfährt zunächst, weshalb sie unsere Hilfe benötigen. In Deutschland allein sind bereits etwa 60 Schmetterlingsarten ausgestorben und weitere 500 vom Aussterben bedroht bzw. unterschiedlich stark gefährdet. Seit 1990 ist von den Tagfalterarten die Hälfte verschwunden. 80 % stehen auf der roten Liste der bedrohten Tiere. Als Ursache werden moderne Anbaumethoden, der Verlust von Lebensräumen und die globale Erwärmung genannt. 

Vom Schutz der Schmetterlinge profitiert, so Jane Moore, die gesamte Umwelt, wie das Buch deutlich macht. Man erfährt die zehn wichtigsten Fakten über Schmetterlinge. Dazu zählt auch, dass sie große Entfernungen überwinden können. So wandert der Monarchfalter, nicht selten in riesigen Schwärmen- jeden Herbst von Kanada nach Mexiko. 

Anhand einer Illustration lernt man die Anatomie des Schmetterlings kennen und wird in der Folge mit dem Leben der Schmetterlinge vertraut gemacht.  Auf diese Weise erfährt man Wissenswertes über die Paarung und die Entwicklung vom Ei zum Falter. Man lernt Lebensräume für Schmetterlinge zu schaffen und sogar Schmetterlinge zu züchten, lernt wie ein Garten als Ökosystem funktioniert und wie man als Gärtner umweltbewusst handelt. Alsdann werden die wichtigsten Schmetterlinge und Pflanzen im Garten vorgestellt. Dabei werden die einzelnen Schmetterlinge kurz textlich porträtiert. Zudem erfährt man stets Näheres zur Flugzeit, zu Futterpflanzen der Raupen und der Falter sowie Wissenswertes über ihre Verbreitung. Anhand einer Illustration lernt man jeden der besprochenen Schmetterlinge auch visuell kennen. 

Bei den Lieblingspflanzen der Schmetterlingsarten werden die einzelnen Pflanzen jeweils textlich porträtiert. Zudem liest man Näheres zur Blütenzeit, dem Standort, dem Pflanzenpartner, unterschiedliche Hinweise zur Pflege, aber auch welche Schmetterlinge sich von der jeweils beschriebenen Pflanze angezogen fühlen. Mittels Illustration lernt man jede der beschriebenen Pflanzen dann visuell kennen. 

Neben den Lieblingspflanzen werden weitere geeignete Schmetterlingspflanzen vorgestellt und zwar solche, die in Töpfen, Kübeln und Blumenkästen gedeihen. Auch Mauern und Zäune bieten, wenn man dort Pflanzen daran ranken lässt, Vögeln, Bienen und Schmetterlingen einen guten Lebensraum.

Was man in kleinen aber auch großen Gärten unternehmen kann, um Schmetterlinge anzulocken ist für die Leser am Ende des tollen Buches kein Geheimnis mehr. 

Diese Lektüre lege ich allen ans Herz, die sich um ein gesundes Ökosystem bemühen möchten,

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: Die Zauberkraft der Pflanzenwelt-Svenja Zuther-at Verlag


Die Autorin dieses Buches ist die Diplombiologin und Heilpraktikerin Svenja Zuther. Sie erforscht seit 20 Jahren die Kommunikation mit Pflanzen und hat daraus ein Training für Spirituelle Pflanzenheilkunde und Naturtherapie entwickelt.

Im vorliegenden Buch geht es um eine ganzheitlich, spirituelle Pflanzenheilkunde, geht es darum, mit dem Geist der Pflanzen zusammenzuarbeiten, so wie sich das über Jahrtausende bewährt hat. Mit besagter Pflanzenheilkunde könne man nicht nur den Körper heilen, sondern auch den Geist beflügeln und die Seele unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Man könne Antworten auf viele Fragen finden, nicht nur auf solche wie "Woher kommen wir?", "Wohin gehen wir", "Was machen wir hier?". Sobald wir mit dem Geist der Natur kommunizieren, sei es nämlich möglich, manche Weisheiten unserer Vorfahren in die eigene Erfahrung zu bringen und auf der Basis dieser Erkenntnis zu einem naturbewussten Handeln zu gelangen.

Das Werk enthält viele praktische Übungen, die zu einer verfeinerten, vertieften und erweiterten Wahrnehmung der Natur, speziell der Pflanzen verhelfen. Dabei werden die im Buch vorgestellten Pflanzen von ihrem Wesen her charakterisiert, und zwar mit ihren Eigenheiten und besonderen Kräften. Das geschieht mittels einer Fülle von Fakten aber auch von poetischen Texten. Darüber hinaus enthält die Publikation zahlreiche Eingebungen, die die Autorin während meditativer Aufenthalte in der Natur oder durch Gespräch mit "Pflanzengeistern" übermittelt bekommen hat.

Das Werk ist in nachstehende Kapitel eingeteilt: 

-Wir sind Natur 
-Heilung mit dem Geist der Natur 
-Spirituelle Pflanzenheilkunde und Naturtherapie in der Praxis 
-Die Erfahrung mit dem Natur Coaching 
-Kooperative Zusammenarbeit mit Pflanzen 

Ein inspirierendes Buch, auf das man sich einlassen muss. Lesen allein genügt nicht. 

Sehr empfehlenswert. 
Helga König 

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Rezension: Hühner- Eine Liebeserklärung- Moreno Monti, Matteo Tranchellini- teNeues



Dieses traumhaft schöne und dabei informative Werk hat nachstehendes, vier Personen umfassendes Team auf den Weg gebracht:

Moreno Monti/Matteo Tranchellini 

Monti/Tranchellini leben in Mailand und arbeiten schon jahrelang an internationalen Kunstprojekten und Werbekampagnen. Die leidenschaftlichen Fotografen wissen, dass Zusammenarbeit im Team kreative Synergien schaffen kann. Dass sie mit dieser Überzeugung richtig liegen, zeigt das Projekt "Hühner" mehr als nur gut. 

Anne Jacoby 

Sie konzipiert und schreibt Sachbücher, arbeitet als Autorencoach und als erfolgreiche Ghostwriterin. 

Michael von Lüttwitz 

Der Biologe hat mehr als 1000 Artikel zum Thema Hühner, Enten, Gänse etc verfasst. Als Autor zum Thema Hühnerhaltung, Preisrichter für Rassengeflügel und Vorsitzender des VHGW setzt er sich seit Jahrzehnten für eine artgerechte Haltung von Geflügel ein. 

Michael von Lüttwitz hat das Vorwort geschrieben und benennt dort Hühner nicht grundlos als "ausgesprochen ästhetische Lebewesen", die es zu Spitzenleistungen in der Nutztierzucht gebracht hätten. Über ihre Ästhetik  kann man sich anhand von 100 tollen Fotos überzeugen.

Einst Dschungelhuhn, sei es heute das am meisten verbreitete Nutztier mit einer unglaublichen Biodiversität. Diese gipfele in Deutschland allein in weit über 200 Rassen mit über 1000 Farbvarianten. Die kulturhistorischen Wurzeln zwischen Haushuhn und Mensch betragen mindestens 7000 Jahre. Leider wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Biodiversität dem Wirtschaftsdenken untergeordnet. Der Profitgedanke habe sich in einer nicht artgerechten Massenhühnerhaltung geäußert. 

Hühnerliebhaber wissen, dass diese Nutztiere überaus intelligente Lebewesen sind, die sehr viel für die Ernährung der Menschen getan haben und noch immer tun, nicht zuletzt durch ihre Eier. 

Wer sich Hühner in den Garten setze, hole sich ein Stück Natur zurück. 

Hühner machen glücklich, liest man und auch, dass es Sehnsuchtstiere seien. Viele fast philosophische Gedanken zum Thema Huhn folgen und alsdann kann man die schönen Tiere auf Fotos bewundern, ihr prachtvolles Gefieder sowie ihre Haltung bestaunen. 

Man könne das Huhn emotionslos für sich arbeiten lassen, aber auch als Statussymbol verehren oder beispielsweise als Glückbringer sehen. Das Ei stehe für das Leben schlechthin und die Hühner können klassisch schön, aber auch Kurvenstars oder Kuscheltiere sein. 

Hühner seien so intelligent, dass sie geometrische Rätsel knacken können,  konstatiert die Universität Trient.  Zudem seien die Hühner empathisch, wie ein Experiment der University of Bristol zeigt. Es macht Freude, das schöne Gefieder  in den unterschiedlichsten Farbtönen zu bewundern und es ist wirklich bemerkenswert, was man alles im Hinblick auf Hühner in den Texten erfährt. 

Die Frage, weshalb eine Feder soziale Kommunikation sei, wird auch beantwortet und man erfährt Wissenswertes zur Hühnersprache. 

Die Texte im Buch sind übrigens auch in englischer Sprache abgedruckt. 

Die rund 70 Rassen, die man auf den 100 Farbfotos bewundern kann und die Infos zur Hühnerhaltung machen Lust einige dieser schönen Tiere im Garten zu halten. Dabei haben es mir das Zwerg-Seidenhuhn aus Japan und das Holländer Haubenhuhn am meisten angetan. 

Die einzelnen Hühnerrassen werden zu Ende des Buchs auf kleinen Fotos nochmals gezeigt. Hier erfährt man dann auch Näheres zur Herkunft, Größe und Gefieder. 

Ein fantastisches Buch! Maximal empfehlenswert. 

Helga König

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Foto:© Hühner - Eine Liebeserklärung von Moreno Monti & Matteo Tranchellini, erschienen bei teNeues, € 39,90, www.teneues.com, Hamburger, Photo © Moreno Monti & Matteo Tranchellini. All rights reserved.

Rezension: Wälder unserer Erde-Wie das Klima den Wald formt- Gunther Willinger- teNeues

Der Autor dieses Bildbandes ist der Biologe, Wissenschaftsjournalist und Fotograf Gunther Willinger. Thematisch befasst er sich primär mit dem Verhältnis von Mensch und Natur und zwar von der Sehnsucht nach Wildnis bis zur Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft. Der Biologe hält sich sowohl in den Waldlandschaften seiner europäischen Heimat als auch in den Wäldern Costa Ricas, Kaliforniens und Südafrikas auf und lebt nach der Rückkehr von seinen Reisen in Tübingen. 

Das Vorwort zum Buch hat Professor Dr. Jürgen Bauhus geschrieben, der hier bereits unterstreicht, dass es sich um ein zeitgemäßes Werk handelt, in dem vermittelt wird, dass wir die Wälder am besten schützen können, indem wir das Klima schützen.

Zunächst erfährt man seitens Gunther Willinger, was man per Definition unter einem Wald zu verstehen hat und liest, dass die Vielfalt der Bäume- es gibt rund 50 000 Baumarten- zwischen drei bewaldeten Klimazonen vor den Polen in Richtung Äquator um den Faktor zehn ansteigt. Dabei hängt es z. B. von der Vielgestaltigkeit der Landschaft und dem historischen und aktuellen Klima ab, wie viele verschiedene Baumarten in einem bestimmten Waldgebiet vorkommen. 

Der Wald ist allerdings nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, sondern er ist zudem ein komplexer Lebensraum mit Tausend Arten, zwischen denen ein Beziehungsgeflecht besteht. So versorgen sich Pilze und Bäume gegenseitig mit Nährstoffen. Unzählige kleine Organismen verarbeiten Laub und Holz zu fruchtbarer Erde, Pflanzen ernähren Tiere und im Gegenzug übernehmen Tiere die Bestäubung oder aber verbreiten Pflanzensamen. 

Anhand eines Schemas wird der Zusammenhang zwischen Temperatur, Niederschlag und Waldtyp gezeigt, um dann in den Folgekapiteln auf einzelne Waldtypen einzugehen. 

Zur Sprache kommen: 
Boreale Wälder 
Wälder der gemäßigten Zone 
Mediterrane Hartlaubwälder 
Tropische Trockenwälder 

Boreale Wälder sind nördliche Nadelwälder, die von unzähligen Seen, Flüssen und Mooren durchzogen sind. Man erfährt Wissenswertes über ihre Charakteristika, die Verbreitung, die Baumarten, die Tiere dort, über ihren Status, auch über die Besonderheiten, kann sich in tolle Fotos vertiefen und sich ausgiebig über die Nadelwälder in der sumpfigen Wildnis informieren, erfährt auch Wissenswertes über die Bäume der borealen Wildnis und die Tiere, die hier leben. 

Die borealen Wälder verlieren derzeit nach den tropischen Wäldern am meisten Waldfläche, was im fennoskandinavischen Raum vor allem auf die Kahlschläge der Holzindustrie zurückzuführen ist. 

Bei den Wäldern der gemäßigten Zone wechselt das Blätterdach in den Laub- und Mischwäldern zwischen frischem Frühlingsgrün, sattem Sommergrün und bunten Herbsttönen. Hier ruht der Wald im Winter und die Bäume strecken ihre kahlen Äste in die frostige Luft. Auch bei diesen Wäldern erfährt man viel Wissenswertes, liest nicht zuletzt über die Stockwerke des Waldes, zudem über das Farbspektakel im Laubwald und darf sich zahlreicher beeindruckender Bilder erfreuen, auch von den Tieren dort in der gemäßigten Zone, über die man nicht wenig Interessantes liest. 

Ein essentieller Bestandteil das Waldökosystems sind absterbende oder abgestorbene Äste und Stämme. Auf diesem Totholz wachsen Flechten, Pilze, Algen und Moose. Zudem dient es Tieren als Nahrung und Unterschlupf. 20 bis 50 Prozent aller im Wald lebenden Arten sind auf Totholz angewiesen. 

Informiert wird man zudem über immergrüne Küstenregenwälder in gemäßigten Zonen, um dann über mediterrane Hartlaubwälder Näheres in Erfahrung zu bringen. Es gibt fünf mediterrane Regionen in dieser Welt. Alle haben einen eigenen Charakter, zeichnen sich allerdings alle durch eine hohe Artenvielfalt aus mit besonderen Anpassungen an Trockenheit und Feuer. Auch hier wird man wieder bestens informiert und über die Pflanzenvielfalt auf kleinem Raum, zudem über Waldbrände, die durch den Klimawandel zunehmen, kann über das Reich der Insekten, Reptilien und Vögel lesen, dazu tolle Fotos betrachten und sich schließlich über Loorbeerwälder informieren. 

Tropische Trockenwälder können jedes Jahr lange Trockenzeiten überstehen und sind die Heimat vieler Nutztiere aber auch von Kulturpflanzen. Vielerorts sind diese Wälder stark fragmentiert oder gar verschwunden, weil sie weitgehend ungeschützt sind. 

Man liest von tropischen und subtropischen Trockenwäldern, Monsumwäldern und Baumsavannen kann sich erneut mit Tieren befassen, sich zudem mit tropischen Regenwäldern auseinandersetzen. Diese ganzjährig feuchten und warmen Tropenwälder bedecken nur wenige Prozent der Landfläche der Erde, sind gleichwohl der Lebensraum von rund der Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten. 

Die Fotos hier sind atemberaubend schön, speziell auch von den Mongroven, den tropischen Wäldern zwischen Wasser und Land. 

Zum Schluss dann wird man über die dauerhaften Schäden durch Zivilisation informiert, kann sich bewusst machen, dass es die Wälder sind, die das Klima stabilisieren, denn sie haben Einfluss auf die Temperaturverteilung, die Wolkenbildung und die globalen Kreisläufe von Süßwasser und Kohlenstoff und sind insofern nach den Ozeanen der wichtigste Bestandteil des globalen Klimas.

Man erfährt wie das Klima den Wald formt, weshalb bestimmte Tiere zusammenhängende Waldgebiete benötigen, wieso eine schonende Bewirtschaftung notwendig ist und vielfältige Wälder stabile Wälder sind. 

Das Werk enthält neben sehr klugen informativen Texten, Fotos der renommierten Nature Picture Liberary und Aufnahmen aus dem Archiv von Gunther Willinger. 

Maximal empfehlenswert. 
Helga König 
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Rezension: Löwen- Laurent Baheux -teNeues Yellow Korner editions

Der in Poitiers geborene, renommierte Naturfotograf #Laurent_Baheux legt seit Beginn 2000 eine Sammlung monochromer Naturbilder an.  Gekennzeichnet sind diese durch einen kontrastreichen, verdichteten Stil.  Der Fotokünstler setzt sich bewusst über die Gesetze der Naturfotografie hinweg, indem er die Wildnis durchstreift, um das Leben der Tiere zu fotografieren. Ihm geht es darum, den Charakter jedes einzelnen Tieres als Individuum einzufangen. Er möchte sein Sujet nicht nur darstellen, sondern auch verherrlichen. 

Laurent Baheux engagiert sich aktiv bei Umweltschutzorganisationen und kämpfte 2013 als Goodwell-Botschafter des Umweltprogramms der vereinten Nationen. In diesem Zusammenhang unterstützt er Aktivitäten gegen Wilderei und Ausbeutung, speziell der Jagd, des Stierkampfes oder dem psychischen und psychischen Missbrauch von Tieren in Zoos und in Zirkussen. 

Die Werke des Fotografen werden in Frankreich und im Ausland gezeigt und sind Gegenstand zahlreicher Bücher und Publikationen. 

Dieser traumhafte Bildband mit wunderschönen Schwarz-weiß- Fotos von Löwen, die erkennbar machen, dass diese Tiere eine Seele haben, beginnt mit einem Statement von Laurent Baheux, das man in englischer, französischer und deutscher Sprache nachlesen kann. 

Hier auch erfährt man von ihm: "Es ist höchste Zeit, zu erkennen, dass die wild lebenden Tiere im Allgemeinen und die großen Raubtiere im Besonderen auf diesem Planeten das Recht haben, jenseits jeglichen menschlichen Interesses zu leben. Um überleben zu können, braucht der Löwe, wie jede andere wild lebende Spezies, ein Territorium, ein Habitat und einen geschützten natürlichen Lebensraum. Geben wir ihm diese Chance". 

Die unbeschreiblich schönen Fotos werden von Zitaten begleitet, die für aufrichtige Tierliebe sensibilisieren. Betrachtet man die Bilder, kann man sich nicht vorstellen, dass ein solches Lebewesen überhaupt von Menschenhand getötet werden kann. Die aufgelisteten Zahlen allerdings sprechen eine andere Sprache. 

Was mich fasziniert, ist das Selbstbewusstsein und der uneitele Stolz dieser Tiere, der ruhige, teilweise fast melancholische, doch dann auch wieder sehr aufmerksame, fokussierte Blick. 

Jedes der Fotos erzählt eine Geschichte, die dem Betrachter das Geheimnis der Gedankenwelt Laurent Baheux näherbringt, einem Mann, der die Löwen eindeutig als seine Freunde betrachtet, die er schützen möchte. Seine Bilder sind ein Appell an  unser aller Herz.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Löwen - Die fotografische Suche nach dem König der Tiere, eindrucksvoll eingefangen in Schwarz-Weiß-Fotografien (Texte auf Deutsch, Englisch und Französisch) - 21 x 29,7 cm, 192 Seiten

Rezension: Die Walnuss- Jonas Frei- at Verlag

Der Landschaftsarchitekt Jonas Frei befasst sich im vorliegenden, reich bebilderten Buch mit der Walnuss und hier mit allen in Mitteleuropa kultivierten Arten. 

Zur Familie der Walnussgewächse werden heute etwa sechzig Arten gezählt. Aufgelistet werden im Buch die aktuell kultivierten Gattungen und ihre Verbreitungsgebiete. In der Folge dann erfährt man Wissenswertes zur Geschichte und Entstehung dieser einzigartigen Pflanzenfamilie und zur Wiedereinführung nach Europa als auch zur Erforschung der Walnussgewächse. Ein weiteres Thema sind die Nutzung, Symbolik und Heilmittel. Die Kultursorten lernt man mittels Fotos kennen. 

In Europa und Nordamerika laufen Inventarisierungen und Erhaltungsprogramme zur Förderung alter und seltener Walnusssorten.  Dies hat natürlich Gründe, die  man  dem Buch entnehmen kann.

Ein älterer einzeln stehender Baum kann bis zu 100 Kilogramm Nüsse in einem guten Jahr produzieren.  Nicht nur diese Tatsache spricht für  die Erhaltung der Bäume.

Man lernt regionale kulinarische Spezialitäten kennen und erfährt, Wissenswertes über Walnussholz, auch das der Walnussfarbstoff in der Medizin verwendet wird.

Die Arten und Gattungen Mitteleuropas, ihre Unterscheidung und Biologie werden in einem weiteren Kapitel thematisiert. Es folgen Betrachtungen zur Landschaft und Landschaftsarchitektur. Eingebunden sind hier viele imposante Fotos. 

Im Kapitel Gattungs- und Artenporträts werden die in Mitteleuropa kultivierten Walnussgewächse in einzelnen Porträts vorgestellt. Neben den verschiedenen Arten werden auch die bekannten Hybriden zwischen den Arten präsentiert.

Die  großartigen Porträts sind in folgende drei Gruppen eingeteilt: 

Walnüsse, Juglans 
Flugnüsse und Ringflügelnuss 
Hickorys und Zapfennuss 

Man erfährt stets Näheres zur Verbreitung, zum Wuchs, den Blättern und  Früchten,  liest wo die Bäume angepflanzt werden und mitunter  gibt es noch interessante Anmerkungen, die die Kenntnisse zum Thema Walnussbaum  vervollständigen.

Das Werk endet mit Informationen zur Gefährdung der Walnussgewächse weltweit. 

Nicht nur für Baumliebhaber eine echte Bereicherung 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Die Walnuss: Alle in Mitteleuropa kultivierten Arten. Botanik, Geschichte, Kultur

Rezension: fragile- Pedro Jarque Krebs-teNeues- YellowKorner edition

#Pedro_Jarque_Krebs ist der Fotograf dieses traumhaft schönen Fotobandes mit Tierbildern. Geboren wurde er in #Lima in Peru. Er studierte Kunstgeschichte und Archäologie und machte in Paris an der #Sorbonne seinen Abschluss in Wirtschaftsphilosophie. Bereits im Jahr 1984 hatte er den ersten Preis in seiner Geburtsstadt in Schwarz-Weiß-Fotografie gewonnen. Zwischenzeitlich hat er mehr als 110 Preise und Auszeichnungen erhalten. Dabei wurde er im Jahre 2016 von der Zeitschrift #National_Geographic zum Fotografen des Monats gekürt. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. 

Wie man der Einleitung des vorliegenden Prachtbandes entnehmen kann, sind in den letzten 40 Jahren fast 60% aller Wirbeltiere ausgestorben. Der Bestand der Landtiere habe seit 1970 um 38% abgenommen, der Amphibien um 81 Prozent und der Fische um 36 Prozent. Ursache des Dramas sei die Vernichtung der Lebensräume, der #Klimawandel und seine Auswirkungen auf das #Ökosystem, die einzelnen Arten der Wilderei, die #Umweltverschmutzung und anderes mehr. 

Die derzeit 7 Milliarden Menschen verspeisen 56 Milliarden Tiere jährlich. Wenn dieser Konsum nicht drastisch eingeschränkt wird, werde unser gesamtes Ökosystem kollabieren. Nachhaltiger, verantwortungsvoller Konsum ist also dringend geboten. Uns allen muss bewusst werden, dass dann, wenn die Tiere von der Erde verschwinden, die Menschen ebenfalls zu existieren aufhören. 

Seite für Seite lernt man im Buch  auf insgesamt 190 Farbfotos wunderschöne, vom Aussterben bedrohte Tiere kennen und liest bei verschiedenen Fotos – manche Tiere sind aus unterschiedlichen Perspektiven abgelichtet- an den Seitenrändern Wissenswertes zu den abgebildeten Tieren. Diese informativen Texte sind wie alle anderen Texte des Buches in englischer, deutscher, spanischer und französischer Sprache abgedruckt. 

So kann man beispielsweise einen #Uhu bewundern und erfährt, dass die Augen des #Bengalenuhus das Licht hundertmal besser erfassten als unsere, allerdings seien diese Augen quasi bewegungsunfähig. In ihrer Heimat werden diese Vögel durch den Einsatz von Pestiziden und durch die Vernichtung der Lebensräume dezimiert. 

Fantastische Bilder von #Löwen werden getrübt von dem Text, dem man entnimmt, dass Jäger bis zu 40 000 Dollar dafür zahlen, aus Jagdsportzwecken einen Löwen erlegen zu dürfen. Fotos von Tigern, auch von einem #Jaguar werden ebenfalls gezeigt. Das anhaltende Schrumpfen der Jaguare sei dem Pelzhandel geschuldet. Beeindruckend sind die Fotos von den #Leoparden. Auch diese #Großkatzen seien vom Aussterben bedroht, weil ihre #Felle noch immer in der Damenwelt heiß begehrt sind. 

Dem #Polarwolf- auch ihn kann man in diesem Buch bewundern - setzt der Klimawandel und vor allem der zunehmende Verlust ungestörter Lebensräume arg zu. 

Sehr schöne Fotos von #Schimpansen, auch von #Orang_Utans, #Gorillas und anderen #Primaten stimmen nachdenklich, zumal wenn man liest wie nah sie genetisch uns Menschen stehen. Pedro Jarque Krebs fragt nicht grundlos: "Was macht uns zum Homo sapiens? Ist es das, was Vernunft und abstraktes Denken ermöglicht auf genetischer Ebene tatsächlich so unbedeutend?"

Unter den vielen Tieren, die man bewundern kann in diesem Werk ist auch ein #Erdmännchen. Dieses witzig ausschauende Tier frisst sogar Skorpione. 

Der #Yak, - auch er ist abgelichtet zu bewundern- soll ein großer Verbündeter der Menschen sein. Er lebt in abgelegenen Gebieten des Himalaja. Da die Tiere in der freien Natur exzessiv gejagt werden, sind nur noch wenige Exemplare vorhanden. 

Wirklich schlimm ist, was man über Elefanten erfährt: "Alle 15 Minuten stirbt ein Elefant wegen der #Gier nach #Elfenbein. In Zentralafrika ist der Bestand in nur 7 Jahren um 95% zurückgegangen. Ebenso furchtbar ist das, was man den #Nashörnern antut, auf deren Horn-  trotz Verbot - Jagd gemacht wird, weil ihm eine  heilende Wirkung zugeschrieben wird.

Was man durch dieses großartige Buch lernt? Dass die Natur wunderschöne Tiere hervorgebracht hat  aber der selbstsüchtige Mensch  diese offenbar  immer weniger wertzuschätzen vermag. 

Dieses großartige Werk macht bewusst, dass eine unserer Aufgaben darin besteht, dafür zu sorgen, dass endlich mehr für das Fortbestehen der Artenvielfalt getan wird. Es darf nicht sein, dass wir Tiere zukünftig nur noch in Büchern bewundern können.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Fragile - Der Bildband des meistprämierten Tierfotografen weltweit (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch), 220 Seiten

Rezension: Wald tut gut!: Stress abbauen, Wohlbefinden und Gesundheit stärken- Karin Greiner, Martin Kiem-at verlag

Die Autoren dieses wunderbaren, reich bebilderten Werkes sind #Karin_Greiner, Diplom-Biologin, Dozentin für Kräuterpädagogik, Volksheilkunde und weitere naturorientierte Lehrgänge, langjährige Pflanzenexpertin beim Bayerischen Rundfunk und Autorin zahlreicher Bücher zu Natur- wie auch Gartenthemen und der Psychologe #Martin_Kiem, der eine Zusatzausbildung in Natur- und Waldtherapie gemacht hat und Meditation sowie Achtsamkeit lehrt. Die schönen Fotos für das Buch hat die Naturfotografin #Martina_Weise realisiert. 

Eingangs wird zunächst der Frage nachgegangen, was überhaupt ein #Wald ist. Hier liest man dann u.a. die Definition von #Wald laut #UNESCO aber auch von #FAO. Alsdann wird man mit dem irritierenden Begriff #Waldbaden konfrontiert. Das ist eine naturbezogene Methode aus Japan, um sich zu entspannen, zu entschleunigen und sich temporär von täglichen Stressoren zu befreien. Man erfährt die Gründe, die dazu führen, dass man sich nach der Natur sehnt, liest weshalb es krank macht, wenn man sich zu lange in Innenräumen aufhält, liest zudem von nordischen Glücksstrategien, die in Mitteleuropa den Hang zur Natur verstärkt haben und erfährt, was man unter #Waldpädagogik zu verstehen hat. 

Dann gibt es Übungen, so etwa zum Visualisieren positiver Naturbilder, die dabei helfen, Stress abzubauen. 

Sich dem Wald nähern, heißt zunächst etwas über dessen Geschichte zu erfahren. Mehr als 99,999 Prozent seiner Existenz habe der Mensch in Koevolution mit dem Wald verbracht. Unsere Sinnesleistungen, unser Fühlen und Denken haben sich im Wechselspiel mit der uns umgebenden Natur herausgebildet, liest man. Wen wundert es, dass der Baum dem Menschen ein solch guter Freund ist? Man liest von Mythen, den Augen des Waldes und den Kraftorten dort, die man suchen sollte. 

#Stress_abbauen. Das Thema durchzieht das gesamte Buch. So liest man auch von den Phasen der Stressreaktion und von Bewegung gegen den Stress, auch weshalb Stress zu einem schleichenden Gift werden kann. Während einer Viertelstunde Stresseinwirkung verliert der Körper so viel Vitamin C, wie in einem roten Paprika vorhanden ist. Was man wissen sollte: Stress schadet dem Gehirn. 

Warum wir Grün um uns brauchen? Das erfährt man immer wieder, erfährt auch, welche Bäume wir unbewusst besonders schätzen und lernt das Zusammenspiel von Landschaft und Gesundheit kennen. Man lernt zudem die Sinne zu trainieren, lernt auch die innere Uhr zurückzudrehen und stets aufs Neue Übungen, die wohltuend für uns alle sind. 

Dann taucht man ein in den Wald, erlebt die Artenvielfalt. Allein in mitteleuropäischen Buchenwäldern kommen gut 4300 Pflanzen und Pilzarten und mehr als 6700 Tierarten vor. Man liest von den Seelenrastplätzen, vom Liegen auf Moos und dem sensitiven Wahrnehmen von Wald. Immer deutlicher wird, wie sehr das Grün des Waldes uns und unserer Gesundheit gut tut. 

Dem Moment soll man Aufmerksamkeit schenken, denn auch so lässt sich Stress reduzieren und im Wald angekommen entschleunigt dann unseren Körper und unseren Geist. Eine tolle Übung ist jene, bei der man sich selbst ein Lächeln schenken kann und sehr gut auch ist die Gehmeditationsübung. Auf Spurensuche gehen, führt zu geistiger Ruhe. 

Man erfährt mehr über den Wald in seiner Multifunktionalität, liest über Wälder als gewaltige Kohlenstoffspeicher und dass Wälder wie riesige Klimaanlagen arbeiten. Dann erfährt man Näheres über Waldweihrauch, lernt Merkmale verschiedener Bäume kennen und weiß endlich, was Baumperlen sind. 

Aufgelistet sind berühmte Heilmittel aus dem Wald. Dann liest man erneut, was alles im Wald wohl tut, kann sich mit weiteren Übungen beschäftigen und sich darüber im Klaren werden, was gesunde Geräusche bewirken.

Es führt zu weit, auf alle erfreulichen Fakten im Buch einzugehen. #Waldbaden entspricht momentan in ganz Europa dem Zeitgeist, weil es unterstützend auf unsere geistige, körperliche und seelische Gesundheit wirkt. Man erfährt, worin sich Waldbaden vom normalen Waldaufenthalt unterscheidet, lernt in den vielen Übungen, unendlich viel, was uns gut tut. 

Wie man sich an den Wald erinnert und was man mit Produkten aus dem Wald zubereiten kann, erfährt man am Ende des Buches, liest ganz zum Schluss auch über den Fuchsbandwurm und Zecken und wie man die Risiken und Gefahren im Wald minimieren kann. 

Ein sehr gutes Buch. Maximal empfehlenswert,

Helga König

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Wald tut gut!: Stress abbauen, Wohlbefinden und Gesundheit stärken